The State of JavaScript: Frontend-Frameworks

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In meinem letzten Beitrag, dem ersten Teil der Serie „The State of JavaScript“, bin ich auf die aktuelle Verbreitung von JavaScript eingegangen. In diesem Beitrag werde ich mich mit JavaScript Frontend-Frameworks beschäftigen.

Die Geschichte

JavaScript Frameworks wurden zu einer Zeit populär, als Entwickler Lösungen für immer komplexer werdende JavaScript-Projekte suchten. Fündig wurden sie dabei bei Frameworks und Libraries, die in nativem JavaScript komplexe Vorgänge durch einfachen Syntax erleichterten. Zu den populärsten und ersten dieser Frameworks zählten u.a. Dojo Toolkit, Prototype und etwas später auch jQuery.

jQuery ist seit damals zur Standardlibrary für alle JavaScript-Projekte aufgestiegen und ist heutzutage – manchmal auch aus Faulheit oder Unwissen – aus nahezu keiner Website mehr wegzudenken. Warum jQuery nicht immer Standardmäßig eingebunden werden soll und warum JavaScript alleine auch sehr mächtig ist, kann man hier nachlesen.

Einen Überblick über den zeitlichen Verlauf der Suchanfragen von JavaScript (rot) und jQuery (blau) kann man in folgendem Chart sehen:

Dabei ist besonders interessant, wie sehr sich die Anzahl der Suchanfragen von JavaScript und jQuery angenähert haben und wie groß das Suchvolumen von jQuery mittlerweile ist.

Die „neue“ Generation an Frameworks

Für lange Zeit dominierte jQuery die JavaScript-Entwicklungslandschaft was wenig verwunderlich ist: Zwar ist das Web ständig starker Entwicklung unterworfen, die Grundanforderung an eine Webseite – die (relativ) statische Bereitstellung von Informationen – blieb über lange Zeit erhalten. Mit der immer stärker werdenden Verbreitung von Webapps kamen auch neue Frameworks auf, die die Entwicklung derartiger Seiten vereinfachte und ermöglichte. Eines der ältesten und bekanntesten dieser Framworks ist das von Google entwickelte Angular.js. Weitere bekannte Vertreter sind Ember.js, das von Facebook entwickelte React und Backbone. Ziel dieser Frameworks (teilweise auch als „Single-Page-Application-Frameworks“ bekannt) ist es primär, oft benutzte und wichtige Funktionen für Webapps und dynamische Webseiten zu bündeln um eine strukturierte Entwicklung ebendieser zu ermöglichen. Vergleicht man die Popularität der Frameworks über Google Trends ist das in den Suchen dominierende Framework leicht auszumachen: AngularJs verzeichnet in Spitzenzeiten rund 15 mal mehr Suchanfragen als alle anderen angeführten Frameworks zusammen.

Ein Grund dafür warum Angular so populär ist, ist sicherlich die relativ flache Lernkurve, die es jedem Webentwickler schnell ermöglicht kleinere Projekte in Angular umzusetzen. Ein weitere Vorteil von Angular ist auch das Alter – Angular ist seit 2009 auf dem Markt und ist damit für Webverhältnisse etabliert. Natürlich schafft auch die Marktmacht von Google einen nicht unwesentlichen Vorteil bei der Verbreitung.

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Die großen Vorteile beim Einsatz derartiger Frameworks zeigen sich natürlich vor allem bei der Entwicklung von stark interaktiven Apps. So ist die Youtube-App der PS3 z.B. in Angular geschrieben. Auch vevo.com (in Österreich nicht verfügbar) setzt teilweise auf AngularJS.

Die Zukunft

JavaScript-Frameworks sind aus bei der Entwicklung kaum mehr wegzudenken. Da wird sich auch in Zukunft nur wenig ändern. Während viele Entwickler gespannt auf die Veröffentlichung von ECMAScript 6 warten haben die Entwickler von Angular bekannt gegeben, Version 2 von Angular von Grund auf neu zu schreiben um so die Vorteile von ECMAScript 6 auszunutzen. Mit Sicherheit werden auch andere Frameworks in Zukunft vermehrt auf ECMAScript 6 setzen, was noch professionellere Entwicklung im Web-Environment möglich macht.

 

Über den Autor

Stephan Fletzberger

Meine Rolle bei Liechtenecker:
Eine Mischung aus Künstler und Nerd, Verehrer der Frontend Entwicklung

Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf:
Förster

Mein Herz schlägt für:
Elektronik, Harmonie und Entwicklung

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