Angeregt von dem Blogbeitrag von Herrn Datenschmutz möchte ich hier kurz manche Praktiken in der Medienarbeit in Frage stellen.
Oft verschwimmt in der PR-Branche die Grenze zwischen bezahlter Schaltung und redaktioneller Berichterstattung. Sei es, weil Advertorials nicht als solche gekennzeichnet werden und dem Leser damit unabhängige Artikel vorgegaukelt werden oder weil regelmäßige bzw. große Inserat oder Advertorial Schaltungen sehr gerne einhergehen mit natürlich positiver Berichterstattung. Meist wird es einem aktiv angeboten, oft will der Kunden, dass ihm das garantiert wird und man sowas doch bitte aushandeln soll.
Ein Beispiel ist folgendes Angebot für einen unserer Kunden:
3x halbe Seite Advertorial
2x viertel Seite Advertorial
um den Okkasionspreis von 7.000 Euro und
„Zu diesem Paket garantieren wir Ihnen mindestens zwei redaktionelle Interviews mit Herrn XX zu einem passenden Thema im Jahr 2008.“
Der Ethik-Rat des PRVA hätte dagegen einiges einzuwenden.
Ich persönlich finde diese Angebote sehr dubios. Und sie nehmen einem tagtäglich die Vorstellung von einer guten Berichterstattung. Wenn man sie annimmt sollte man zumindest nicht auch noch verlangen, dass einem der Redakteur den Text zur Freigabe schickt – um ja sicher zu gehen, dass alles drinnen steht so wie man es möchte. Auch das gibt es und die Grenzen des PRVA Ehrenkodex werden damit sehr weit überschritten.
Ich glaube daran, dass gute Medienarbeit mit guten Themen möglich ist. Hat man aber etwas zu viel Geld übrig und keine Lust Themen zu finden, kann man es sich so sehr leicht machen.
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