Die perfekte mobile App

Blogbeitragsbild - Progressive Web Apps - die perfekte mobile App

Wie sieht die perfekte App aus? Wir stellen uns dieser Frage täglich aus allen Blickwinkeln. Design und Inhalt müssen auf den User zugeschnitten sein, Usability steht im Vordergrund und die User Experience wir durch das perfekt auf die Bedürfnisse des Benutzers zugeschnittene User-Interface unterstützt.

Wir können uns der Meinung von Google nur anschließen, wenn sie sagen, dass eine solche App

Reliable, …, Fast, …. and Engaging

Google

sein muss.

User Experience beginnt allerdings schon viel früher, als weithin angenommen: Die App finden, verwenden, testen und ohne großen Aufwand installieren ist noch immer nicht der übliche Weg, wie wir zu Apps kommen. Aber lasst uns mal tagträumen: Man wird im Web auf eine App aufmerksam und kann sie dort direkt als Web-App bedienen. Kein Umweg über App-Stores, keine Installation. Benutzt man die Web-App nun öfters, wird man gefragt, ob man die App auf dem Smartphone installieren will. Wiederrum ohne den Umweg zum App-Store. Ganz einfach per Tap aufs Device.

Zu schön um wahr zu sein?

Darf ich vorstellen, die Progressive Web App

Progressive Web Apps (PWA) sind eine Mischung aus nativen Apps, die durch App-Stores von z.B. Google oder Apple auf die Smartphones geladen werden, und Web-Apps, die über den Browser aufgerufen werden können.

PWAs können am Smartphone installiert werden und verfügen dadurch über einige Vorteile zu reinen Web Apps:

  • Durch moderne Web-Technologie wie Service-Worker, funktionieren PWAs auch ganz ohne bestehende Internet-Verbindung. Einmal auf dem Homescreen des Benutzers installiert, brauchen die Apps keine Internet-Verbindung mehr, um zu funktionieren.
  • PWAs brauchen keine Updates: Sobald eine Internetverbindung besteht, können sie sich beim Aufruf selbständig updaten – ganz ähnlich wie das auch bei Web-Apps der Fall ist
  • PWAs sind, im Gegensatz zu reinen Web-Apps, direkt am Homescreen der Nutzer sichtbar und damit auch schneller und einfacher erreichbar.

Noch nie von einer derartigen App gehört? Das ist keine Schande. Verglichen mit der immensen Anzahl an nativen Apps – mehr als 2 Millionen Apps auf im iOS App Store und mehr als 2,5 Millionen Apps im Google Play Store – fristen PWAs ein Nischendasein.

Dieser Umstand ist leider vor allem dem schlechten iOS Support geschuldet. Obwohl es schon am ersten iPhone die Möglichkeit gegeben hat, Webapps am Homescreen zu “installieren”, lassen PWAs viele Features, die aus nativen Apps bekannt sind, auf iOS vermissen. Apple hat vor allem aus kommerzieller Sicht wenig Interesse daran, PWAs mit mehr Möglichkeiten auszustatten, weil dadurch die Einnahmen aus Abos und In-App Einkäufen  wegfallen würden.

Android bietet hier ein ganz anderes Bild: Google sieht PWAs und native Apps ebenbürtig und bietet detaillierte Tutorials & Hilfen zur Entwicklung dieser.

PWAs stehen Geolocation, Zugriff auf Kamera und Mikrofon, Netzwerkempfang, Batteriestatus, Vibration und Push Notifications und viele andere Möglichkeiten, mit dem Smartphone zu interagieren, zur Verfügung. Einzig beim Zugriff auf Kontakte, SMS und anderen speziellen Features sind PWAs im Gegensatz zu nativen App im Hintertreffen.

Die Zukunft

Seit Jahren ist das Wachstum von mobilen Apps ungebremst – das wird sich so schnell auch nicht ändern. Mit verbessertem Support von Apple, dem zweiten großen Player auf dem Markt, werden in Zukunft hoffentlich nicht nur native Apps vom anhaltenden Boom profitieren. Wenn es keine App mit speziellen Ansprüchen an Performance (z.B. ein Spiel) ist, lassen sich viele Ideen und Konzepte einfacher und für den Benutzer besser mit Progressive Web Apps umsetzen.

Über den Autor

Stephan Fletzberger

Meine Rolle bei Liechtenecker:
Eine Mischung aus Künstler und Nerd, Verehrer der Frontend Entwicklung

Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf:
Förster

Mein Herz schlägt für:
Elektronik, Harmonie und Entwicklung

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