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Was ist UX-Design?

In den letzten Jahren gewinnt UX-Design immer mehr an Bekanntheit. Tatsächlich gibt es die grundlegende Philosophie und Arbeitsweise, die sich hinter dem Konzept verbirgt, eigentlich schon lange. Hier wollen wir euch kurz und knackig die Bedeutung von UX (User Experience) erklären – und wieso diese im Webdesign und Webdevelopment wichtig ist.

18. November 2020, von Meike
Woman wondering with the Headline UX next to her

Also was ist User Experience?

U

User Experience, oder kurz UX, dreht sich um den ganzheitlichen Prozess, Produkte und Services so zu gestalten, dass sie einfach, nützlich und intuitiv für den Nutzer sind. 

Der Nutzer und dessen Erfahrungen mit dem Produkt oder Service stehen im Fokus. User Experience ist also eine Denk- und Arbeitsweise, die sich durch alle Aspekte des Designs und dessen Strategie zieht.

Ein Beispiel sagt mehr als tausend Worte.

Ein bekanntes Beispiel ist der Prozess des „Geld Abhebens“ beim Automaten. Hast du dich schon mal gefragt, wieso du zuerst deine Karte wieder bekommst und dann erst das Bargeld?

Das ist nicht per Zufall so. Ganz im Gegenteil: Der Ablauf ist von Produktdesignern, oder eben UX-Designern, basierend auf der Vorkenntnis eines bestimmten Nutzerverhaltens definiert worden. Nutzer haben nämlich den Task des „Geld abheben“ gedanklich abgeschlossen, sobald sie Bargeld in der Hand haben. Dadurch kann man schnell mal seine Karte im Automaten vergessen. Logisch den Ablauf, also das Service Design, beim Geld abheben umzudrehen, oder?

Insbesondere im App- und Webdesign, genauer in der Mensch-Computer Interaktion, wird User Experience immer wichtiger, da wir sehr viele Stunden an unserem Handy oder an unserem Computer verbringen. Dabei stoßen wir oft auf Apps oder Webseiten die uns in den Wahnsinn treiben. Gute UX könnte das verhindern, denn es gibt eben auch Webseiten, die Spaß machen und die so reibungslos funktionieren, dass wir schnell und einfach weiterkommen. Eine gut designte Webseite, steht nämlich nicht im Weg, sondern unterstützt uns bestmöglich, damit wir uns aufs Wichtigste fokussieren können.

Webseiten erstellen ist nicht gleich UX-Design.
… und Design ist nicht gleich Gestaltung.

Design ist nicht nur wie es aussieht und sich anfühlt.

Design ist wie es funktioniert.

Diese Philosophie ist nicht wirklich neuartig, auch in anderen Branchen findet sie bereits Anwendung, insbesondere in den Bereich des Produktdesign. Aber auch bei unterschiedlichen Architekturstömungen ist diese Designlehre nicht unbekannt.

Der berühmte Designleitsatz „Form follows function“ baut auf einer ähnlichen Denkweise auf. Gemeint ist, dass bei der Erstellung eines Produkts oder dem Bau eines Gebäudes, die Funktion leitgebend sein soll. Dieses Designprinzip fordert nicht auf, Ästhetik und verschönernde Elemente zu eliminieren, sondern im Dienste einer Funktion zustellen.

Auch hier steht also der Nutzer und dessen Bedürfnisse im Fokus.

Der Nutzen von UX im Webdesign

Wenn dieser Leitgedanke konsequent praktiziert und durchgeführt wird, hat das eine Win-Win Situation zur Konsequenz. Der Nutzer kann das was er tun muss, ganz einfach und ohne große Hürden erledigen. Auf der Unternehmensseite bedeutet das zu zugleich, das User eine postitive Markenerfahrung erleben. Aber auch andere Erfolge, können dadurch erzielt werden – bessere Conversion rates, längere Verweildauer, mehr Nutzer. Am besten misst man genau diese KPIs bei Anpassungen oder Relaunches auf der Webseite. Das ganze nennt sich dann UX Benchmarking; auf unserem Blog findet ihr dazu mehr. 

Auf jeden Fall ist klar, nicht user-zentriert zu denken und arbeiten wird langfristig keine Lösung sein.  Nutzer werden schlecht designte Produkte und Services im schlimmsten Fall nämlich ganz einfach ignorieren.

Für alle, die neugierig sind und es genauer wissen wollen

Natalia hat hier die Definition von UX Design ausführlicher für euch zusammengefasst. Und zwar so, dass ihr es sogar eurer Oma erklären könnt. Weitere Tipps und Tricks für UX-optimiertes Webseitendesign findet ihr auch auf unserem Blog.

Meike

Meine Rolle bei Liechtenecker: Strategie und Workshops. Außerdem zuständig für Jugendsprache im Hause Liechtenecker Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf: Strategin für Nachhaltigkeit Mein Herz schlägt für: Soziale Gerechtigkeit, Klimawandel und gemütliche Pasta.
1 Kommentar.
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22. November 2020 um 13:43

Toller Beitrag!!!
Dank dir habe ich jetzt vieles über UX-Design gelernt. Ich freue mich auf mehr Beiträge diese Art.

Danke und LG
Katharina

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