Digitale Transformation braucht menschliche Transformation

5. Oktober 2017, von Jürgen
menschliche_transformation

Es gibt noch immer wenig Dienstleister in Österreich welche etablierte Unternehmen bei unterschiedlichen Transformationsprojekten begleiten. Wir hatten vor 2 Jahren den Mut, den Agentur- und Marketingsektor zu verlassen und voll und ganz auf das Thema Innovation, Lab und digitale Transformation zu setzen. Mittlerweile konnten wir einiges an Erfahrung sammeln. In diesem Blogbeitrag möchte ich von einem wichtigen Knackpunkt in Transformationsprojekten erzählen, nämlich der menschlichen Transformation. Jedes unserer Projekte mit unseren Kunden gelangt irgendwann an den Punkt, wo Unternehmenskultur, Führungsthemen und Wertewandel in den Fokus gelangen. Hier sind meine Skills im systemischen Coaching und besonders in Achtsamkeit- und Meditationstraining gefragt.

Design Thinking Methoden

Grundsätzlich kommt kein Vorhaben, egal wie groß oder klein, an einem mehrtägigen Designthinking-Workshop bei uns vorbei. Die Methoden die wir dabei anwenden sind immer unterschiedlich und passend für den Partner. Mit großer Empathie versuchen wir dem Projektwunsch oder Ziel auf den Zahn zu fühlen. Wir verwenden neben spielerischen Methoden auch Systemaufstellungen, Achtsamkeitsübungen und Meditationselemente in diesen Workshops. Dabei ist es wichtig, immer zu erkennen wo die eigentlichen Herausforderungen und Probleme liegen. Meistens entspricht das Briefing nicht den Tatsachen und gemeinsam mit dem Kunden können wir so die Wahrheit hinter dem eigentlichen Auftrag erkennen.

Meistens ist ein Element dieser Wahrheit eine nicht mehr zeitgemäße oder passende Unternehmenskultur. Um die digitalen Transformationsprojekte jedoch erfolgreich zu bewältigen, müssen Führungskräfte und Mitarbeiter in Unternehmen fähig sein, mit dem ständigen Wandel leben zu lernen bzw. sich selbst ständig neu zu erfinden. Dabei müssen alt hergebrachte Denkmuster abgelegt werden. Gleichzeitig ist die Welt des neuen Arbeitens gefragt. Flache Hierarchien, Ehrlichkeit, Wertschätzung, neues Denken und Zusammensein. Besonders Herzlichkeit, da wir alle nur Menschen sind, ist mir wichtig.

Künstliche Intelligenz, Augmented Reality oder Chatbots sind aufgregend und spannend, aber der Mensch bleibt trotzdem immer im Mittelpunkt.

Meditation und Achtsamkeit helfen dabei, sich selbst in eine neutrale Position zu versetzen, wodurch man sich nicht mehr als Spielball äußerer Gewalten fühlt, sondern die eigene Gestaltungskraft erkennen kann – bei gleichzeitiger Verbundenheit mit seinen Mitmenschen. Eine Fähigkeit, die in Zeiten der digitalen Transformation mehr gefragt ist, denn je. Ich freue mich, wenn die menschliche Transformation in die Unternehmen Einzug findet, denn es gibt mir Hoffnung auf eine Ökonomie, die mehr tut als für sich selbst zu wirtschaften.

Das bringt es

Eine große Anzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien hat bewiesen, dass Menschen, die ihre persönliche Zufriedenheit selbst kultivieren, belastbarer sind, konzentrierter und dadurch effizienter arbeiten, ein hohes Maß an Kreativität freisetzen, körperlich und geistig gesünder sind und nachhaltig ihre Projekte verfolgen. Und das mit überdurchschnittlichem Erfolg.

Mittlerweile bieten weltweit immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern bewusstseinsfördende Maßnahmen im Rahmen des Stressmanagements an, wie die US-Autorin Patricia Aburdene in ihrem internationalen Bestseller „Megatrends 2020″ (Kamphausen-Verlag) dokumentierte.

Eine dreijährige interne Studie nach Einführung von Meditation in der Produktionsstätte eines amerikanischen Pharmakonzerns lieferte folgende Ergebnisse:

  • die Krankenquote fiel um 85 %
  • Steigerung der Produktivität um 120 %
  • Verminderung der Arbeitsunfälle um 70 %
  • Umsatzsteigerung um 520 %

Jürgen

Meine Rolle bei Liechtenecker: - Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf: - Mein Herz schlägt für: -
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