Die Mythen der Meta Tags

15. Juli 2009, von Jürgen

Seit ich HTML denken kann, ranken sich viele Gerüchte um die Metadaten im Kopfbereich <head> einer Webseite. Die Welt wäre wunderschön und wir bräuchten keine SEO-Spezialisten wenn alles so funktionieren würde wie es in den Tag-Beschreibungen steht. Von den unzähligen Meta Tags gibt es nur sehr wenig wirklich relevante, vor allem Geo-Tags werden immer interessanter, aber die werde ich in einem der nächsten Blogbeiträge anführen. Da es heute so heiß ist werde ich meinen Bloglesern Arbeit ersparen, indem ich hier die unnötigen Meta-Tags anführe.

Metatags sind nicht immer notwendig

Ich möchte Page Rank 7

Mein absoluter Liebling ist der PageRank-Tag. Er sieht so aus: <meta name="pagerank" content="7"> Na wie toll wäre das, könnten wir unseren Seiten einen selbst definierten PageRank verpassen. Ich denke es gäbe nicht viele Webauftritte mit einem Pagerank unter 9 🙂

An zweiter Stelle folgt Meta Keywords.
<meta name="keywords" content="webdesign, barrierefreies webdesign, wien, liechtenecker" />. Es sind noch immer genug Agenturen der Meinung, dass dieser Tag ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung wäre. "Leider Nein" kann ich hier nur schreiben. Keine große Suchmaschine beachtet die Keywords mehr. Es gibt Gerüchte, dass Yahoo diesen Tag beachtet, ich konnte es aus meiner Erfahrung nicht feststellen. Es ist eigentlich schade, denn für etwas Semantik wären diese Verwendung von Tags nicht schlecht gewesen. Ich habe diesen Tag jedoch drinnen um Source Code Besuchern zu zeigen, worum es auf dieser Seite geht.

Das Sprachen-Tag soll der Suchmaschine mitteilen mit welcher Sprache die Webseite geschrieben wurde. <meta name="Content-language" content="de" /> Für Suchmaschinen ist dies mittlerweile unwichtig, weil die verwendete Sprache automatisiert erkannt wird.

Besuch mich wieder in 5 Tagen? <meta name="Revisit-after" content="5 days" /> Ich glaube kaum, dass ich einer Suchmaschine vorschreiben kann und will wann der Crawler vorbeischaut. Google und Co. ermitteln nämlich selbst wann und wie oft etwas am Content der Webseite geändert wurde und passt den Crawlerrythmus selbstständig an. Dies kann man noch mit einer Sitemap-XML unterstützen.

Zu den "netten" Meta-Tags gehören Informationen die nur für Source Code Liebhaber eine Rolle Spielen wie zum Beispiel das Erstellungsdatum der Seite <meta name="date" content="2009-07-17 T10:42:27+00:00"> oder wer der Autor der Webseite ist <meta name="author" content="Juergen Liechtenecker" />. Da gibt es noch einige, die ich hier nicht alle aufführen will, am besten in meinem Source Code nachsehen, ich habe viele solcher Info-Tags verwendet.

Zum krönenden Abschluss der nicht empfehlenswerten Tags gibt es noch den Email-Tag: <meta http-equiv="reply-to" content="office@liechtenecker.at" />. Dieser sollte für erfolgreiche Anmeldungen oder Bestätigungen zur Verfügung stehen, allerdings wird man sich eher über eine volle Inbox freuen, aber leider nur mit Spam.

Wie oben erwähnt werde ich in einem der nächsten Blogbeiträge über sinnvolle Meta Tags schreiben, sollte ich unnötige Meta Angaben vergessen haben freue ich mich über Kommentare.

Jürgen

Meine Rolle bei Liechtenecker: - Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf: - Mein Herz schlägt für: -
14 Kommentare.
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Andreas
15. Februar 2012 um 14:39

Es stimmt, Keywords allein sind nicht mehr das gelbe vom Ei – Gottseidank, wer von uns erinnert sich nicht daran, dass bei jedem häufig gesuchten Keyword die ersten 2-3 Ergebnisseiten aus Pornoseiten bestanden…
Aber sie spielen mMn immer noch eine Rolle, vor allem im Zusammenspiel mit anderen Faktoren; wenn man sie richtig und sparsam einsetzt.
Content ist inzwischen unbestritten das wichtigste für ein gutes Ranking, danach kommen mit einigem Abstand Keywords, Title-Tag, Description und Domainname (ja, auch der!).
Vom suchmaschinenfreundlichen Seitenaufbau brauch ich hier ja nicht zu reden.

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12. Februar 2012 um 12:44

Keywords und Metatags sind nicht mehr so wichtig wie früher. Jetzt kommt es noch mehr auf Texte an. Das kann für Foto-lastige Seiten zum Problem werden. Viel Inhalt, aber nix für die Robots zum lesen. Also immer für genügend Text sorgen.

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24. Juli 2009 um 21:25

Die Gewichtung bei Google liegt für Meta Tags wohl bei unter 1%. Dennoch gibt es eine vielzahl von Metasuchmaschinen bzw. Webseiten die Metatags aus den Seiten auslesen.
Weglassen würde ich sie nicht, obwohl sie kaum relevant sind.

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21. Juli 2009 um 00:08

Keyword Meta Tag mag zwar nicht mehr so viel zu sagen haben, versuche den aber mal weg zu lassen und in ein paar Tagen ist deine Website trotzdem schlechter positioniert als vorher. Am besten experementiert ein biesschen damit um gleich an solche Myhen zu glauben, dass es wirklich so unwichtig sei. Wieso tragen es dennoch trotzdem alle ein?! Die restlichen Metas sind aber wirklich unwichtig…

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20. Juli 2009 um 22:17

Hallo Juergen,
ich kann aus meinem Agentur-Alltag heraus tatsächlich behaupten, dass Yahoo sehr wohl die Meta-Keywords ausliest und auch beachtet.
So hat ein Kunde in seinen Metatags aus Versehen einen ungewöhnlichen Rechtschreibfehler in einem Keyword gehabt, den wir doch gleich mal bei Google und Yahoo getestet haben. Google zeigte nicht einen Treffer für den „falschen Key“, Yahoo aber genau diese Seite.
Nach wievor konnte ich ebenfalls im Agenturalltag feststellen, dass Seiten deren Meta-Keywords total zugespammt zu uns kamen nach einer Verschlankungskur (keine Keywords mehr oder aber nur wenige, die auch in der Seite selbst vorkamen) nachher auch bei Google deutlich besser rankten.
Ein Hinweis darauf, dass auch Google sich diesen Tag anschaut. Daher meine Überzeugung dass wenn Keywords intelligent eingesetzt werden (nur sehr wenige und tatsächlich auf der Seite vorkommende) sie tatsächlich eine Klitze-Kleinigkeit Pluspunkte im Ranking bringen können (wenn der ganze Rest auch stimmt).
Ich freue mich schon gleich Deinen Geo-Tags- Beitrag zu lesen (ist schon im nächsten Tab geöffnet). … Update: war doch „nur“ der Beitrag zur lokalen Optimierung – der Geo-Meta-Beitrag ist noch gar nicht geschrieben schätze ich *schnief* 😉 … hötte gerne Deine Erfahrungen dazu gelesen – ich habe nämlich nich keine.
Gruß, Marcus

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15. Juli 2009 um 22:41

sobald man aber eine eigene suchmaschine auf der website betreibt machen keywords im meta-element sehr wohl sinn. insbesondere wo sich die meisten on-site suchmaschinen ohnehin schwer tun mit dem ranking – da kann das durchaus eine bewertungshilfe der seiten sein.

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15. Juli 2009 um 20:02

Toller Artikel!
Freu mich schon auf den nächsten. Würde mich auch interessieren was denn deiner Ansicht nach die wichtigesten sind, eine beispiel HTML wäre toll!

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15. Juli 2009 um 14:12

Das Sprachen-Tag ist für Screenreader-Nutzer allerdings durchaus von Vorteil, daher bezieht sich der Mythos hier wohl ausschließlich auf SEO.

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15. Juli 2009 um 13:39

Dublin Core wäre ein Thema, das sich unabhängig von der Suchmaschinentäuscherei wieder mal zur Beleuchtung anbieten würde.
Ein Zeit lang hatten alle ganze Wüsten von DC.foobar-Tags in den Headern, davon sieht man zur Zeit nichts mehr. Dabei wär’s für manche Einsatzzwecke wunderbar geeignet.

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15. Juli 2009 um 11:38

Haha, ein kleiner Unfall würd ich sagen. Gut entdeckt @Balu

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15. Juli 2009 um 11:36

meta name=“generator“ content=“WordPress + hand coded“ />

meta name=“generator“ content=“Hand Codes and WordPress“ />
Ob mehrfache Angabe von Meta-Tags hilft? 🙂

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