3 ½ digitale Highlights #25

3. September 2015, von lieAdmin2019
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Ein neues Logo für Google, Promis, die Hetzern die Stirn bieten, ein modernes Juwel für alle Hipster und jene, die noch in den Achtzigern schwelgen und ein bisschen Gossip aus der Welt eines Milliardärs. Unsere 3 ½ digitalen Highlights haben wieder spannende News im Gepäck.

lie_3,5highlights_kreis1. Bye bye Serifen – Neuer Look für Google

Die meistbesuchte Internetseite, das zweitgrößte Unternehmen weltweit und ein Name, der zum Verb wurde und sogar in Wörterbüchern zu finden ist – wenn ein Big Player wie Google etwas an seinem Auftritt verändert, dann ist das ohne Zweifel kein einfacher Prozess. Nachdem Google seit 1999 an seinem Logo lediglich minimale Änderungen vorgenommen hatte, wurde die Corporate Identity diesmal einem doch radikaleren Design-Relaunch unterzogen. Mit „Produkt Sans“ wurde eine eigene Font für den Suchmaschinen-Giganten entworfen. Grund für diese neue Schriftart sind nicht zuletzt auch Smartphones. Hier waren die feinen Serifen an den Buchstaben eher schwer zu sehen – der neue Look soll das nun ändern und ohne Serifen für eine klar erkennbare Designsprache sorgen. Betrachtet man das neue Logo im Gesamten, erinnert es aufgrund des flachen Designs vor allem an iOS oder Android. Auch andere Logos, wie jene von Google+ oder Google Maps, wurden an den neuen Markenauftritt angepasst.

 

2. #ShowYourFaceChallenge

Es ist noch nicht lange her, da haben sich abertausende Leute einen Kübel Wasser mit Eis über den Kopf geschüttet, ein Video davon gemacht und das Ganze dann auf sozialen Netzwerken geteilt. #IceBucketChallenge nannte sich dieser Trend und sammelte dabei weltweit rund 200 Millionen Dollar für die Forschung und Bekämpfung einer Nervenkrankheit. Nun steht mit der #ShowYourFaceChallenge auch schon der nächste Charity-Hit in den viralen Startlöchern und hat schnell prominente Unterstützer gefunden. Teilnehmer sprechen sich in kurzen Videos gegen Fremdenhass und Hetze aus und nominieren dabei weitere Kandidaten, sich ebenfalls zu Wort zu melden. Nachdem in Deutschland Till Schweiger, Joko & Klaas und viele andere Celebrities ein Zeichen gesetzt haben, wird mit der #ShowYourFaceChallenge jetzt auch Österreichs Prominenz aktiv. Marcel Hirscher gab sicherlich einen wichtigen Anstoß und forderte unseren Bundespräsident, David Alaba und ein paar Skikollegen auf, ebenfalls Hetzern die Stirn zu bieten. Leider meinen dabei viele, dass diese Leute einfach nur ein wenig Publicity abstauben möchten und sich als Wohltäter präsentieren. Mit ein bisschen Verstand weiß man aber, dass auch Prominente eine eigene Meinung haben und ich persönlich es fast als Pflicht sehe, dass sie diese auch kundtun, da sie eine hohe Reichweite haben und zudem eine Vorbildrolle einnehmen.
 

Leute, ich wurde von Peter Hörmanseder, besser bekannt als eine Teil von Maschek, für die #showyourfacechallenge…
Posted by Marcel Hirscher on Mittwoch, 2. September 2015

3. Polaroids are back!

Gut, die kleinen Sofortbildchen waren ja dank Hipster & Co. nie wirklich weg. Trotzdem wurden die eher unhandlichen Kameras jetzt ein wenig überarbeitet und liefern ab sofort auch ohne Tinte charmante Fotos auf Knopfdruck. Polaroid Snap wurde die Neuauflage der Kultkamera getauft und sorgt derzeit auf der IFA in Berlin für Begeisterung. Ein ganz besonderes Highlight ist der schon erwähnte tintenlose Druck. An dieser Stelle ersetzt ein spezielles Fotopapier mit Farbkristallen, bei dem durch Hitzeeinwirkung das eigentliche Foto entsteht, die altbekannten Tintendruck-Bilder. Weitere moderne Features sind einerseits die 10 Megapixel, ein Timer für Selfies und ein microSD-Slot. Dem Vintage-Fun steht also nichts mehr im Wege.
PolaroidSnap_01

½. First World Problems deluxe

Der Name Markus Persson wird den wenigsten Leuten ein Begriff sein – seine Schöpfung Minecraft hingegen schon. Das Game, bzw. die Firma dahinter, wanderte vor rund einem Jahr für satte 2,5 Milliarden an Microsoft und Persson wurde quasi über Nacht mit Geld überhäuft. Die teuerste Villa in Beverly Hills und schier endlose Parties, mit denen er seinen Erfolg feierte. Doch der Reichtum zeigt auch seine Schattenseiten. In Persson selbst herrscht Leere, über die er in Interviews und auf sozialen Netzwerken spricht.

„Das Problem damit, alles haben zu können, ist, dass man absolut keinen Grund mehr dazu hat, an irgendwas zu arbeiten. Und die Interaktion mit anderen Menschen wird aufgrund des Gefälles fast unmöglich“
„Ich bin gerade mit ein paar Freunden auf Ibiza und mache Party mit berühmten Leuten – ich kann tun, was immer ich möchte. Und ich habe mich nie zuvor so isoliert gefühlt“

Zugegeben, es ist vielleicht schwer angesichts dieses krassen Lebenswandels seine Freunde in den Alltag zu integrieren. Und neue Bekanntschaften sind entweder oberflächlich oder wenden sich ab. Aber ganz ehrlich? Wenn ich so einen Haufen Asche hätte, dann müsste ein enger Kreis meiner Freunde mit Sicherheit auch nicht mehr arbeiten. Oder ich suche mir einfach ein neues Projekt, in das ich meine Energie stecke. Daher finde ich persönlich sein Gejammere doch irgendwie überzogen. Das hat der gute Herr Persson aber auch selbst erkannt. 😉

„An die Leute mit echten Problemen: Entschuldigt bitte, dass das Jammern eines neureichen Entwicklers mehr Aufmerksamkeit bekommt als eures. Bleibt stark.“

Stephan

Meine Rolle bei Liechtenecker: langgedienter Frontend-Veteran Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf: Förster ohne Kontakt zu Menschen! Mein Herz schlägt für: die Arterien.
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