3 ½ digitale Highlights #13

11. Juni 2015, von Marion
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Die Entwicklerkonferenz WWDC, eine etwas sinnlose Novelle, eine Verwandlung von Mann zu Frau im Kardashian Clan und natürlich das Champions League Finale bewegten diese Woche die Online-Welt.
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1. WWDC 2015

Was nur eine Frage der Zeit war, wurde diese Woche bei der Worldwide Developers Conference (WWDC) deutlich: Auch bei Mobile-Software wird die Luft für echte Innovationen immer dünner. Die Betriebssysteme nähern sich immer stärker aneinander an und Google übernimmt Features von Apple und umgekehrt. Trotzdem geht es wie immer eher darum sich gegenseitig zu verdrängen, als zu ergänzen. So wurde bei der WWDC 2015 bewusst, dass Apple sich durch die Entwicklung eigener Dienste von anderen großen Playern wie Google und Facebook unabhängig machen möchte – wie beispielsweise durch den Ausbau der eigenen Suchfunktion Spotlight sowie des digitalen Assistenten Siri. Ein Machtkampf der großen Player unserer Zeit, der in den nächsten Jahren wohl noch interessant werden könnte.
 

2. Die Festblattenabgabe

Ein Highlight, das sicherlich weniger ein Highlight als ein Aufreger ist: Eine Festplattenabgabe, die uns vielleicht tatsächlich dazu bringt unsere Festplatten abzugeben – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn jene die dazu neigen die Sinnhaftigkeit bestimmter Novellen zu hinterfragen, werden bei dieser wohl in hemmungsloses Kopfschütteln ausbrechen. Wer sich nämlich zukünftig einen USB-Stick, ein Notebook oder ein Smartphone – sprich ein Gerät mit Datenspeicher – kauft, muss eine Abgabe zahlen. Diese Abgabe wird präventiv gezahlt, da ja jeder Besitzer eines Datenspeichers die Möglichkeit hätte, darauf urheberrechtlich geschützte Werke zu speichern. Ein interessantes Konzept: präventive Bestrafung der Masse, um die Versäumnisse einzelner auszugleichen. Ob diese Entwicklung das Gerechtigkeitsempfinden des einzelnen Bürgers stärkt, ist durchaus in Frage zu stellen. Aber eine gute Sache hat das ganze ja (Achtung Ironie): Die Einnahmen sollen Künstlern und deren Verwertungsgesellschaften zugutekommen. Blöd nur, wenn der User dann einfach auf Clouds und Co. umsteigt und die Abgaben ausbleiben.
 

3. Social Media Champion

Das UEFA Champions League Finale hat letzten Samstag nicht nur die Leute vor den Bildschirmen, sondern auch in den sozialen Netzwerken bewegt. Auch für Fußballklubs spielen die Fans im Netz eine massive Rolle und begleiten ihre Klubs mit Live-Berichterstattung auf Facebook, Twitter und Co. Doch wenn man nun einen direkten Vergleich der beiden Herausforderer vornimmt, hat – wie auch auf dem Spielfeld – Juventus Turin im Social Media Wettkampf gegen den übermächtigen Gegner FC Barcelona einfach „keine Meter“. Diese Vormachtstellung beginnt bei den Fanzahlen auf Facebook und Twitter und endet bei der umfassenden Präsenz der Starkicker Lionel Messi und Neymar in den sozialen Netzwerken.
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½. Call me Caitlyn

Ist es zu fassen mit welch medialer Berichterstattung (von der sich dieser Blog natürlich nicht ausnimmt) die Geschlechtsumwandlung des ehemaligen Zehnkampf-Olympiasiegers und Stiefvaters von Kim Kardashian Bruce Jenner einher ging? Gerade neu zur anderen Seite über gelaufen, hatte die selbst ernannte @Caitlyn_Jenner bereits nach vier Stunden eine Million Follower auf Twitter. Das sind also Geschichten, die die Menschen bewegen. Ich muss hier ganz wertfrei sagen, dass diese – mit Sicherheit unfassbar teure und aufwendige – Umwandlung sicherlich ein Thema für die Social Media Gemeinde ist, aber man kann es auch übertreiben.

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Marion

Meine Rolle bei Liechtenecker: Powerfrau im Bereich Content UX & Innovationsmanagement, Schöpferin von Präsentationen und Workshop Designs Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf: Chefin von irgendwas/irgendwem Mein Herz schlägt für: Gute Geschichten, Fashion, gesundes Essen, Reisen, verrückte Menschen, neue Erfahrungen
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