3½ digitale Highlights #6

23. April 2015, von lieAdmin2019

Eine Mediziner-App die schockiert, ein sehr transparentes Städtchen in Spanien, Google schätzt responsive Design und Lippen die Besorgnis erregen.
 

1. Die Ekel-App

Hierzu sei gleich einmal gesagt, dass die App Figure 1 Bilder zeigt die, zugegeben „grauslig“ aber auch sehr sinnvoll sind. Denn die Intention der Erfinder dieser App war es nicht – auch wenn es im ersten Moment den Anschein danach macht –  eine Galerie an körperlichen Anomalien anzulegen, sondern sich Hilfe bei medizinischen Raritäten zu holen. Ärzte aus aller Welt können auf dieser App Fotos von Ekzemen, Gewächsen, Fehlbildungen und anderen Spezialitäten posten und ihre Kollegen um Ratschläge bitten und somit von den Erfahrungen der anderen profitieren. Wenn man das Ganze also von einer rein medizinischen Warte aus betrachtet, ist das sogenannte „Instagram für Ärzte“ eine sehr schlaue Form des fachlichen Austauschs. Etwas bedenklich ist jedoch, dass ein Drittel der Nutzer der App sich weder als Arzt bezeichnen darf noch in einem Gesundheitsberuf tätig ist. Schon interessant welche Faszination der menschliche Körper in all seinen Ausprägungen auf uns Menschen ausübt. Aber keine Sorge, kommentieren und mitreden dürfen auf dieser App tatsächlich nur Ärzte – denn im Vordergrund steht, trotz all der Sensationsgeilheit, immer noch die Heilung von Krankheiten.
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2. The Incredible Jun

Die beschauliche spanische Stadt Jun (ausgesprochen „Hoon“) hat beschlossen Twitter auf eine Art und Weise zu nutzen die naheliegend und unkonventionell zugleich ist. Verantwortlich dafür ist der Bürgermeister José Antonio Rodríguez, der ein leidenschaftlicher Verfechter von moderner Technologie ist. Seit Beginn des Projekts 2011 läuft die Kommunikation zu Beschwerden, Fragen und Wünschen über Twitter. Das sieht dann auch tatsächlich so banal aus wie es sich jetzt anhört: Ein besorgter Bürger entdeckt eine kaputte Straßenlaterne und twittert ein Foto davon an den Bürgermeister. Die Antwort des Bürgermeisters enthält dann wiederum die Information bis wann die defekte Lampe repariert ist und wer sich darum kümmert, mit dem #JunGetsMoving. Sobald die Lampe repariert ist twittert der Elektriker ein Foto mit dem selben Hashtag an den Bewohner. Für die Stadt Jun ist diese Form der Kommunikation eine echte Win-Win-Situation. Beide Seiten – sowohl der Bürgermeister, als auch der Bürger – sind vollkommen transparent und dies funktioniert scheinbar sehr gut. Eine Transparenz, von der wir uns in Österreich ruhig einmal eine Scheibe abschneiden könnten ;).
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3. #Mobilegeddon

Endlich ist es soweit. Google ist jetzt „mobile friendly“. Diese Woche hat Google einen neuen Ranking Algorithmus eingeführt, der allen Seiten die für mobile Endgeräte adaptiert – also responsive – sind, einen Ranking Boost bei der mobilen Suche verspricht. Dieser Algorithmus bezieht auch die Usability der mobilen Webseiten mit ein und für alle die gerne wissen möchten wie „mobile friendly“ die eigene Seite ist, gibt es die Möglichkeit diese auch zu testen. Da wir ja schon sehr lange predigen wie selbstverständlich responsive Webdesign für uns ist haben wir hier den ultimativen Beweis ;).
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½ . Kylie Jenner riskiert eine dicke Lippe

Die ganze Sache wäre auch schon fast wieder normal, wenn Kylie Jenner die Einzige wäre die stolz ihre Schmolllippen in die Kamera hält. Leider haben die gelungenen Selfies von Miss Jenner einen regelrechten Hype bei ihrer jungen Fangemeinde ausgelöst. Mit dem #KylieJennerChallenge posten Massen an meist jüngeren Nachahmungstätern Fotos, auf denen sie stolz ihre – schmerzhaft aussehenden und selbst produzierten – Lippenexzesse präsentieren. Durch das Ansaugen von Gläsern oder Flaschen und den dadurch entstehenden Unterdruck, schwellen die Lippen der freiwilligen Versuchskaninchen kurzzeitig auf eine überdimensionale Größe an. Beim betrachten der Bilder wird einem jedoch schnell klar, dass sich eine Vielzahl an Challenge-Teilnehmern eher über die Halbschwester von Kim Kardashian lustig macht, als ihr nachzueifern. Das Ergebnis bleibt jedoch dasselbe: schmerzhafte Schäden an den Lippen, Wunden oder Hämatome. In unseren Augen ist dieser Trend wohl in der Kategorie „die dümmsten Dinge die das Internet hervorbringt“ einzuordnen.
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Stephan

Meine Rolle bei Liechtenecker: langgedienter Frontend-Veteran Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf: Förster ohne Kontakt zu Menschen! Mein Herz schlägt für: die Arterien.
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