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11 Tipps für Junior UX Designer:innen

11 Tipps für dich als Junior UX Designer:in, die du womöglich nicht in der Ausbildung oder im Bootcamp gelernt hast.

5. August 2022, von Blumi
11 Tipps für UX Designer:innen

Das Leben einer UX Designer:in ist nicht immer leicht und gerade am Anfang oft etwas überfordernd, da in der Praxis oft Dinge passieren, auf die man in der Ausbildung oder im Bootcamp so nicht vorbereitet wurde. Hier 11 Tipps für dich als Junior UX Designer:in, damit du für die „Wildnis“ etwas besser vorbereitet bist, als ich es vor 10 Jahren war.

1 – UX Design ist mehr als der „perfekte Prozess“ und Design Systeme.

Es geht um Ziele, die erreicht werden sollen. Um Bedürfnisse, die erfüllt werden sollen. Um Probleme die gefunden und gelöst werden sollen, sowie um passende Messgrößen, mit denen der Erfolg von all dem sichtbar gemacht werden soll. Und darum, dass du verstehst wie all das zusammenhängt und du es anderen erklären kannst. Dein Job ist es nicht, Outputs wie User Journeys, Komponenten und Screens zu kreieren. Dein Job ist es mit diesen Outputs Erfolg und Ergebnisse zu schaffen.

2 – Du musst nicht alles wissen.

Du kannst nicht alles wissen. Es ist auch nicht Teil des Jobs, alles zu wissen. Sag nicht, du weißt etwas nicht. Sag, dass du es herausfinden wirst. Alles dreht sich um Annahmen, die es zu überprüfen gilt, um auf Basis der daraus gewonnenen Informationen die besten Entscheidungen zu treffen. That’s the game. Lerne das zu verstehen und zu argumentieren.

3 – Argumentieren können btw, ist das Wichtigste.

Hab für alles was du tust, und was du nicht tust, eine Begründung. Du wirst mit Fragen bombardiert werden. Auch mit dummen Fragen (ja die gibt’s) und Fragen, die dich gezielt aus dem Konzept bringen sollen, weil man dir ans Bein pissen möchte. Bleib locker. Sei vorbereitet. Hab viele Varianten durchgespielt. Dann kann nichts passieren. Auch wenn etwas womöglich nicht richtig ist, egal, weiß einfach eine Begründung.

4 – Präsentiere deine Arbeit selbst…

… damit du lernst wie du überzeugend Design an Nicht-Designer:innen kommunizierst. Es reicht nicht wenn du deine Designs gut findest. Sie brauchen Support von anderen, damit sie weiterkommen, angenommen und umgesetzt werden.

5 – Nicht alle Menschen sind „geil“ auf Design.

Du wirst mit Leuten zu tun haben, die deine Leidenschaft für UX nicht teilen. Lerne wie du auch deren Support gewinnen kannst.

6 – Lerne die C-Level Sprache

Warte nicht darauf, bis Menschen die nur Zahlen sprechen den Wert von Design verstehen werden. Lerne selbst wie du mit „Zahlenmenschen“ sprechen musst und die Brücke zwischen Design und einer Metrik wie zb. Time on Task oder Success Rate bauen kannst. In meinem Beitrag zu UX-Benchmarking erfährst du mehr dazu.

7 – Achte auf dein emotionales Involvement

Pass auf, wieviel Emotion du in Projekte steckst. Es wird mal ein Punkt kommen, an dem Politikum über alles drüberfährt und die Welt einfach nicht mehr zu retten ist. Sei an diesem Punkt fein damit und konzentrier dich darauf, was du gelernt hast, anstatt depressiv zu werden.

8 – UX Design ist ein Teamsport

Keine Einzeldisziplin. Auch die Erwartungshaltung, dass man eine UX Designerin in ein Projekt wirft und dann alles von Zauberhand User-Zentriert ist, ist schwachsinnig. Hilf bei der Aufklärung.

9 – Du bist kein Teil eines Sprints

Sondern du hast eine tragende und entscheidende Rolle im gesamten Projekt mit uniquen Fähigkeiten, die sonst keiner hat. Steh für dich ein und fordere die Rahmenbedingungen, dass du deinen Job ordentlichen machen kannst: Berücksichtigung in Planung, Research & Testings sowie Continuous Discovery parallel zum Development.

10 – Developer:innen sind deine Freunde

Developer:innen sind deine Freunde. Agile und UX haben im Grunde das selbe Ziel und wären eigentlich ein Dreamteam. Die Projektverantwortlichen wissen das oft nicht und „verheiraten“ uns in der Projektplanung zu spät. Suche so gut wie es geht bereits früh die Zusammenarbeit und baue Fronten ab, die andere aufgezogen haben.

11 – Nicht jeder Mensch ist geboren für UX Design

Auch wenn es dir manche Bootcamps und Google oft versprechen. Schon gar nicht nach ein paar Monaten. Es braucht Leidenschaft und Berufung, damit du dich auch mit Themen auseinandersetzt, die dich nicht interessieren, aus denen du keine Endorphine und positive Energie bekommst, du aber trotzdem zu einem gewissen Teil verstehen solltest, wenn du in deinem Job wirklich gut sein möchtest.

Und jetzt: Rocke 🤘😎

PS: Solltest du noch etwas Fachliches dazulernen möchten und deine Skills mit Praxis Know How noch ein weiteres Level nach oben schrauben wollen, bin ich gern für dich mit meinen Coachings da.
Für Neulinge und Juniors, die es sich aus eigener Tasche leisten möchten, gibt’s Preisnachlässe.)

Stefan

Meine Rolle bei Liechtenecker: Experience & Visual Designer, hauseigener Fitness & Strength Coach, steirischer Märchenprinz Wenn es weder IT noch Digitalisierung gäbe, wäre mein Beruf: Seefahrer / Tätowierer Mein Herz schlägt für: Das Meer, Calamari, Illustration, Eisen & Stahl
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