Web 2.0-Nutzer werden mächtiger und setzen Unternehmen Grenzen
Gestern war folgender Artikel in der APA zu finden:
Proteste gegen stärkere Vermarktung zeigen Wirkung – “Die Macht der User wächst”
Der Trend zu Web 2.0 und “sozialen Netzwerken” führt zu einem Kontrollverlust der Unternehmen. “Durch den massiven Protest der Mitglieder des Online-Portals Facebook und der Studenten-Plattform StudiVZ mussten die Betreiber die geplante stärkere Vermarktung wieder abblasen. Das zeigt, dass Web-2.0-Gemeinschaften ihre eigenen Regeln entwickeln, die gewisse Grenzen setzen”, erklärte Georg Krause von der Beratungsgesellschaft Deloitte & Touche heute, Donnerstag, bei einer Veranstaltung im Rahmen der Computer-Fachmesse ITnT.
Diese Entwicklung lasse sich auch an Ankündigungen von Nutzern des Internet-Fotoportals Flickr ablesen, die online gestellten Bilder wieder zu löschen, sollte der an Flickr beteiligte Konzern Yahoo! von Microsoft übernommen werden. “Die Macht der User wächst”, so Krause. Auch die heimischen Unternehmen würden sich zu wenig mit dem Thema beschäftigen. Von den zehn beliebtesten Webseiten Österreichs könnten bereits fünf der Web-2.0-Welt zugerechnet werden. “Die Kunden sind schon dort und tauschen sich über Produkte und Dienstleistungen aus”, ist der Berater überzeugt.
Viele Firmen würden ihre digitale Reputation vernachlässigen und damit ein beachtliches Risiko eingehen. “Die User glauben anderen Usern mehr als den Unternehmen. Deshalb ist es keine leichte Aufgabe, die jetzt geltenden Prinzipien zu berücksichtigen oder gar zu nutzen”, sagte Krause. Mögliche Chancen sieht der Experte darin, Marketingmaßnahmen und Kundenbindung zu verbessern, die Innovationsfähigkeit zu erhöhen und rascher auf Kundenwünsche reagieren zu können. (APA)
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6 Reaktionen
Mitreden
Personalisierte Webanwendungen und die damit mehr und mehr persönliche Verbundenheit der User mit ihnen, führt fast zwangsläufig dazu, dass sie auf mehr “Mitspracherecht” pochen. Wie schnell ein, nennen wir es mal Fehlverhalten, seitens der Unternehmen in negative Publicity mit sich bringt, ist in den genannten Beispielseiten wirklich deutlich geworden.
Interessanter Blog im übrigen!
Wow. vielen Dank für dank für das Kompliment und ich bin noch in der Phase wo das Adrenalin hochgeht wenn man einen Kommentar bekommt. Der Blog ist ja noch sehr jungfräulich und ich hoffe und warte auf viel Vernetzung und interessierte Leser.
Bei guten Beiträgen ergibt sich das im Laufe der Zeit von ganz allein. Weiterhin frohes schaffen und auf interessante Beiträge ;o)
Ein sehr interessanter Artikel. Doch dass der Einfluss, die Macht der “Community” erst durch Web 2.0 so stark wird, wage ich zu bezweifeln, denn schon vorher in vielen Web 1.0 Communities war die Macht der Gemeinschaft so stark, dass sie ihr Eigenleben und ihre eigenen Gesetze entwickelt haben. Doch damals setzten evtl. nicht ganz so viele Unternehmen auf die komplexen Communities wie heute, denn Web 2.0 macht es eben technisch einfacher. Das Reputationsrisiko war und ist gegeben: Ob Web 1.0 oder Web 2.0.
Wer eine Community eröffnet, sei gewarnt, die Community gehört ihren Mitgliedern, nicht demjenigen, der die Server zur Verfügung stellt!
Als Internetnutzer und damit Teil der “Gemeinschaften” finde ich es gut Einfluss nehmen zu können. Aber auch als Unternehmerin sehe ich es keinesfalls Negativ, dass der User ein gewisssen “Mitspracherecht” hat. Was will ich denn als Unternehmen erreichen? Gewinn erwirtschaften. Das kann man meiner Meinung nur wenn man die Bedürfnisse der Kunden befriedigt. Und wie soll das Möglich sein, wenn man gegen die Bedürfnisse der Kunden agiert?
> Interessanter Blog im übrigen!
Dem schließe ich mich an.
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