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MAMA ist enttäuscht über Webstandards – Opera Studie

Opera hat wiedermal seinen Webseitencrawler ins World Wide Web losgelassen, um verschiedene Stichproben der verwendeten Techniken und Standards zu ermitteln. MAMA heißt die viel versprechende Studie, die für "Metadata Analysis and Mining Application" steht.

Natürlich aus starkem Eigennutzen ermittelt der Crawler die Metadaten der Webseiten und validiert dabei das Markup gegen den W3C Validator. Außerdem wird ausgewertet welche Scripts und CSS Versionen verwendet werden. Sehr lobenswert ist, daß Opera diese Studie ebenso der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Durchsucht wurden insgesamt 3,5 Mio URLs aus 217 Länder. Dies hört sich zwar sehr viel an, ist aber nur ein minimaler Teil des ca. 45,2 Milliarden Webseiten schweren Internet. Dennoch sind 3,5 Mio untersuchte Webseiten sicherlich ein repräsentativer Wert und sorgen für interessanten Weiterentwicklungs- und Gesprächsstoff.

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Die wichtigsten Ergebnisse der Validierung

  • Markup – Beim validierten Markup haben nur 4,13% einen richtigen Source Code. Das hat sich zwar seit 2006 fast verdoppelt, dennoch ein sehr geringer Wert
  • Selber angegeben – Etwas weniger als die Hälfte der selber gültig angegebenen Webseiten waren wirklich valide
  • Valides CMS – Interessant ist, daß bei den CMS Validierungen Typo mit 12,7% gewonnen hat. Gefolgt von WordPress mit 9,0%, danach kommt noch Joomla mit 6,5% und Blogger mit nur 0,3%
  • Valide Editoren – beim Einsatz der Editoren konnte Apple iWeb mit 81,9% bei erzeugtem Source Code überzeugen. Weit weg als nächstes Ergebnis findet man Dreamweaver mit nur 3,4%
  • Doctypes – Die Angaben von gültigen Doctypes haben die Schwelle der Hälfte mit 51% überschritten
  • Framesets – 7,2% sind leider noch immer Framesets im Einsatz (bitte sterben lassen)
  • Zeichensatz – der beliebteste Zeichensatz ist iso-8859-1 mit 43,1%
  • häufigste Fehler – kein passendes Attribut 64,2% oder nicht kategorisiert 57,4%

Webstandards hin oder her

Gäbe es nicht die immer wieder die erkämpften und gepredigten Webstandards, würden wir noch immer mit tabellenhaltigen Grafikerwebseiten herumtollen. Langsam aber zäh setzt es sich durch, daß Zugänglichkeit und Kompatibilität bei Webseiten oder gar Webapplikationen nur von Vorteil sind. Die Zahlen sind zwar stetig am Wachsen, dennoch sind 4,13% als Webstandards-Verfechter sehr enttäuschend. Webstandards lernen ist nicht schwer und warum Webstandards wichtig sind!

Hier die gesamte Studie und die detaillierten Resultate

  • Antworten

    Die Zahlen sind zwar stetig am Wachsen, dennoch sind 4,13% als Webstandards-Verfechter sehr enttäuschend.

    Eigentlich ist das nicht enttäuschend, sondern ermutigend. Das eine Validierung scheitert kann an so vielen minimalen Dingen hängen, dass so eine reine quantitative Analyse eigentlich nicht wirklich zielführend ist. Alleine die knapp halbe Million Seiten, die aus praktikablen Gründen das embed-Element einsetzt müsste man faktisch als validierend bewerten, solange das der einzige Fehler ist.

    Viel wichtiger ist für mich die Zahl von Dokumenten, die einen Doctype besitzen (50%) und im Standards Mode gerendert würden (15%).

    Eine wirkliche Aussage, wie sich die Qualität im Web ändert, wird erst eine weitere Studie in einem Jahr zeigen.

  • 2

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