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Blogeintrag

Einleitung Diplomarbeit Behindertenpolitik in Österreich am Beispiel von barrierfreiem Internet

Ich habe mich entschlossen, meine vorläufige Einleitung zu meiner Diplomarbeit online zu stellen. (Wie gesagt, es ist vorläufig und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit.) Jeder Kommentar dazu kann meine Arbeit nur verbessern.

Wenigen ist bekannt, dass Menschen mit Behinderung das Internet überproportional häufig nutzen. Es bedeutet für sie trotz Hürden ein Stück Autonomie.

Nach Schätzungen gibt es rund 400 Millionen Menschen mit Behinderung. Das sind circa zehn Prozent der Weltbevölkerung. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren jedoch kontinuierlich steigen, wenn man bedenkt, dass sich die meisten industrialisierten Staaten mit einer alternden Bevölkerung konfrontiert sieht, wodurch Rollstühle, Sehbehinderungen und noch mehr, zum Alltag einer wachsenden Bevölkerungsgruppe gehören wird.

Das Internet ist mittlerweile eine bedeutende Form von Kommunikation und Quelle zur Informationsbeschaffung, daher ist es auch wichtig, nicht einen Teil der Bevölkerung davon auszuschließen.

Herr Dr. Franz-Joseph Huainigg, Nationalratsabgeordneter und Behindertensprecher der ÖVP, gab mir auf die Frage, warum barrierefreies Internet für Menschen mit Behinderung wichtig ist, folgende Antwort:

„Das Internet stellt bei barrierefreier Programmierung eine sehr zentrale Informationsquelle für behinderte Menschen dar. Mit technischen Hilfsmitteln haben behinderte Menschen selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe Zugang zu allen Informationen die das world wide web barrierefrei zur Verfügung stellt. Bücher, Zeitschriften, Printmedien sind für sehbehinderte Menschen mangels Brailleausgaben nur mit Unterstützung zugänglich.“

In Anbetracht dessen, sollte es für den österreichischen Staat, eine Selbstverständlichkeit sein, das Angebot an staatlichen Webseiten an barrierefreie Standards anzupassen, zur Integration und Möglichkeit zur politischen Partizipation von behinderten Menschen und um als gutes Vorbild voranzuschreiten.

Nach meinen Forschungen konnte ich feststellen, dass dieses Thema durchaus in Österreich seine Umsetzung findet, sei es durch NGOs wie zum Beispiel dem Verein Accessible Media, Bizeps oder dem Verein Main oder durch die Vorgaben im Behindertengleichstellungsgesetz bzw. im E-Governmentgesetz. Nichts desto trotz ist hier noch vieles nicht umgesetzt und darum erachte ich es als wichtig auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

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    Man könnte den Blogtitel auch in “Gründe für barrierefreie Webseiten” umbenennen

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    Kling recht interessant. Beziehen sich die 400 Millionen auf Menschen mit einer Sehbehinderung? Denn die anderen dürften ja mit dem “nicht barrierefreien” auch keine Probleme haben, oder lieg ich da falsch?

    lG Gerald

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    Barrierearme Webauftritte dienen vorallem auch motorisch behinderten Menschen oder Menschen mit Konzentrationsschwäche-Krankheiten oder Ähnlichem. Ausserdem gibt es ja auch für physische behinderte (keine Maus möglich) viele Optionen, das Frontend richtig dahin zu trimmmen.

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    Die 400 Millionen beziehen sich auf alle Arten der Behinderung. Leider kann man die Zahl der behinderten Menschen nur schätzen, weil es auf die Definition ankommt ab wann jemand behindert ist oder was als Behinderung gilt.

    Man kann auch auf Barrieren im Internet stoßen, wenn man eine andere Behinderung hat als blind zu sein. Infos dazu unter

    http://www.gleichundgleich.at/cms/gleich/thema.html?channel=CH0674

    Ich habe mich aber in meiner Diplomarbeit beschränkt auf blinde und sehbehinderte Menschen bzw. sogar auf blinde und sehbehinderte Studierende. Musste das Forschungsfeld einschränken und für diese Gruppe ist es nunmal eine Selbstverständlichkeit/Notwendigkeit das Internet für Studienzwecke zu nützen.

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