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Blogeintrag

Einen Liebesbrief an euch Immobilienmakler

Den Immobillienmaklern eilt kein besonders guter Ruf voraus. Zu unrecht meinen die Makler selbst. Zu Recht, meine ich. Warum, werde ich in diesem Blogbeitrag erläutern.

Die Vorgeschichte

Seit 4 Monaten suchen wir ein größeres und zentraleres Büro, derzeit haben wir eine Wohnungs/Büro-Mischung. Wir hätten gerne einen ordentlichen Besprechungsraum, viel Platz für unsere Schreibtische und Kreativität und eine Lounge mit einem Tischtennistisch (ist jetzt explizit mein persönlicher Wunsch). Was macht der suchende Onliner? Die klassischen Immobilienportale abklappern, schlechte Bilder ansehen, Maklerkauderwelsch deuten und alles überteuert finden. Aber gut, wir leben in der Stadt mit der höchsten Wohnqualität, also ist der Mietindex natürlich etwas höher angesiedelt. Wenn wir es konkret machen haben wir ein monatliches Mietbudget von ca.€ 1.000 bis € 1.500 (ohne Extrakosten), meiner Meinung und Erfahrung nach, müssten sich da schon angenehme 100m2 finden lassen.

Logischerweise haben wir aufgrund unseres Business wenig Zeit jeden Tag stundenlang auf (sehr schlecht gemachten) Immobilienwebseiten zu verbringen. Es liegt deswegen nahe, einen Dienstleister darum zu bitten, der 1. mehr von der Materie versteht und 2. die Angebote im Portfolio hat und eine für uns passende Immobilien anbietet.

Der Dienstleister

Wusstet ihr, dass wir hier in Österreich das teuerste Land mit den höchsten Maklergebühren sind? In Deutschland werden zwar auch maximal 2 Monatsmieten verrechnet, aber hier in Österreich sind es maximal 3 Monatsmieten. Maximal ist eigentlich ein leeres Wort, denn es wurden uns IMMER alle 3 Monatsmieten Provision verrechnet. Ich habe versucht zu handeln, der größte erzielte Nachlass waren 5 % Rabatt. Gut, okay, qualitative Dienstleistungen sollen bezahlt sein. Gerne bin ich dazu bereit. Aber genau hier klafft ein sehr großes Loch im System. Hab ich gerade "qualitative Dienstleistung" geschrieben? Von der kann nämlich keine Rede sein, wie wir aus der Praxis berichten können.

Die Praxis

Wir haben uns bis dato ca. 23 verschiedene Büros angesehen (gefühlte 100), keines davon war bis jetzt passend. Wir haben schon genauere Vorstellungen von der Immobilie, wissen aber natürlich, dass man etliche Abstriche machen muss, um etwas zu finden. Damit wir Zugang zu den Immobilien bekamen, mussten wir uns die Daten der Immobilie selber zusammensuchen und den Kontakt mit dem Makler herstellen. Also anrufen, Mails schreiben. Wenn der Makler Lust hat und zurückruft, bekommt man auch einen Besichtigungstermin. Ich denke so 70 % unserer Anfragen verliefen ins Leere. Dann ist der "engagierte" Makler so nett und sperrt einem die Tür auf. Jetzt ist man wieder auf sich alleine gestellt, denn Zusatzinformationen zur Immobilie liest der Makler von der Anzeige herunter (haben wir ja im Vorfeld schon selbst gelesen), wertvolle Informationen bekommt man nicht. Eher so Aussagen wie"…aber die Nachbarn sind nett.." oder "..ich glaube, dass auch der Hausbesitzer in dem Haus wohnt, sicher bin ich mir aber nicht.." fast bei allen Immobilien die wir gesehen haben, wohnen nur die besten Leute im Haus.

Und genau hier taucht die Frage auf: Wieso soll man für solch eine Dienstleistung € 5400 bezahlen. Rechnen wir mal um. Bei unseren Web-Dienstleistungen wären das netto ca. 70 Stunden reine Dienstleistung. Da geht sich schon eine ordentliche kleine Webseite aus oder Ähnliches. Ich habe versucht ein paar Makler zu fragen, warum man das bezahlen sollte. Meistens kommt hier die Antwort, dass man ja auch viele Besichtigungstermine hat und "Recherchearbeiten", wo der Kunde nicht immer zuschlägt. Lieber Makler, wie viele Termine, Screendesigns, Konzepte und Treffen hatte ich schon mit Kunden, wo nichts Konkretes dabei herauskam. Und lieber Makler, wenn man etwas gezielter und effizienter arbeiten würde, wäre der Streuverlust auch geringer. Zurück zur Dienstleistung, wo bleibt die? Das ist ganz schön viel Geld fürs Tür aufsperren findet ihr nicht? Meine Lieblingsaussage von einem Makler ist: "ich suche für den Kunden keine passende Immobilie, das muss dieser schon selbst tun. Für eine Suche gibt es andere Services.." Okay, dann halt keine Suche aber…

Mein Lösungsvorschlag

Die Makler sollten einfach wie andere ordentliche Dienstleister nur nach wirklich erbrachter Leistung bezahlt werden. Gerne bin ich dazu bereit auch für das Zusammensuchen und Anbieten passender Immobilien zu zahlen. Ein Besichtigungstermin dauert mit Anfahrt maximal 3 Stunden, da komme ich für eine Immobilie auf ca. 8 Stunden. Da fällt mir gerade ein, bezahlt eigentlich der Vermieter des Objektes etwas für die Dienstleistung des Maklers?

Naja Fazit: Wir werden weiter Zeit investieren und uns tolle Onlinebilder von Hauseingängen und Google Maps ansehen, viiiieeel Zeit in Besichtigungen investieren (wo plötzlich alles anders aussieht). Bei unserem jetzigen Wohungsschmuckstück haben wir auch 2 Jahre gesucht. Es ist wie so oft, man muss hier nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Und nicht nur die Immobilien, sondern das System der Immobilien-Makler gehört einer Generalsanierung unterzogen.

PS: Fühlen sich Makler angesprochen, unsere Anforderungen stehen in diesem Blogbeitrag, also eine Chance habt ihr noch!

  • Antworten

    Durft das vor Kurzem von der anderen Seite erleben, für unsere Wohnung wurden nämlich Nachmieter gesucht. War echt ein Wahnsinn weiviel Zeit die unterschiedlichen Markler aufgewendet haben uns zu “casten”. Vom Telefonat vorab bis zur Nachbesprechung war alles dabei, ala “das war gut,…”, “das sollte bei zukünftigen besichtigungsterminen vermieden werden…”.

  • Antworten

    Immobilien sind das system was am meisten einen disruptiven ansatz braucht

    zb
    imho ein direkter marktplatz wo mieter dem vermieter extra geld gibt
    provision für den marktplatz sind % von objekten die mehr als ein monat drinnen sind

  • 4 admin
    Antworten

    @andreas

    perfekter ansatz, noch dazu eine state-of-the-art webapplikation, iphone app fehlt total. alle immo plattformen sind usability-schrott

  • Antworten

    imho sollte so eine plattform das shooten der locations und besseres placements als extra mehrwert anbieten
    wäre in beiden fällen nur virtuell bzw (onetime) match making

    also perfect fuer ein webprojekt

    ps: dein kommentar system wirkt bissi overheadig – mach das 1. Bitte blabla Email weg und lass einfach
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    Kommentar
    ohne schwarz (imho)

  • Antworten

    Das fiese ist, dass man hier eigentlich doppelt zahlt: In eigener Zeit (=Geld) und dann nochmal Provision. Meistens machen die Makler nur das, was sie sollen, wenn man sie persönlich kennt. Modernes Raubrittertum ist das, mehr nicht.

    BTW – bei einer Mietdauer >=3 Jahre dürfen maximal 2 Monatsmieten Provision verrechnet werden! Eine zustätzliche Monatsmiete wird bei Verlängerung fällig: ( Außer, man kann den Makler zu einem schriftlichen Verzicht bewegen. Keine Ahnung ob das hält – für meine Wohnung habe ich so einen Wisch von der Maklerin unterschreiben lassen bzw. steht’s am Anbot).

    Wobei ich auch positive Erfahrungen mit Maklern hatte. Unsere jetzige Wohnung wurde uns von einem Makler vorgeschlagen, und vermittelt, und er hat sich dafür eingesetzt, dass die Vertragsausstellung etc. schneller ging. (~1 Woche alles in allem). Es gibt sie also noch, die guten MaklerInnen! ;-)

    Ich hoffe, euer Leidensweg dauert nicht all zu lang. :-)

  • 7 andrea
    Antworten

    LOL; Da gibt es ja diese Sendung auf VOX. Wohnung und Mieten heißt die glaube ich.

    Da suchen sich die Makler blöd und spendieren nachher ein Essen für die Suchenden weil es nix geworden ist.

    Wie krass steht diese Maklersoap eigentlich im Gegenteil zur Realität.

  • 8 stefan
    Antworten

    Der Makler kassiert vom Vermieter auch 3 BMM für die Vermittlung. Schon parasitär.

  • Antworten

    Leute, das System funktioniert leider so wie es ist perfekt.

    Wenn ich Hausbesitzer bin, gehe ich sicher nicht selber meine Mieter suchen. SONDERN ich gehe zu einem Makler beauftrage Ihn mir Leute zu suchen. Für mich ist das Thema damit erledigt.

    Der Markler stellt die graulichen, mini Fotos online – es finden sich ja immer genug Suchende und dann kassiert er die Provision. Ende.

    Also das System zu ändern halte ich für richtig, aber gleichzeitig eher etwas wovon ich träumen würde … den Vermietern fehlt der Anreiz, was liegt für die drinnen? Wenn die Vermieter, die großen etwas davon haben .. bingo.

  • Antworten

    für vermieter wäre der anreiz wenn sie dadurch geld verdienen könnten und die wohnungen schneller vermietet werden
    würde man noch ein system finden dass die neuen mieter länger bleiben bzw vertrauenswürdiger sind (stichwort mietnomaden) ist win win

    man kanns ja ruehig so machen dass sich hausbesitzer direkt an eine derartige plattform wenden können

  • Antworten

    Ich glaub darin liegt der Denkfehler, den Vermietern geht es gut – und die kommen sicher nicht von selbst auf die Plattform. Da würden nur Kontakte und Sales helfen.

    Und stimmt, wenn die für jede Vermittlung € 500.- vom Mieter einstreifen .. dann wär das auch was.

    Ich glaub die Wohnungen werden ohnehin schnell wieder vermietet … also wie gesagt es ist ein System das eigentlich nicht gefixt werden muss. .. nur für den Mietkunden, der ist aber leider vom Business her leider der unwichtigere in dieser Konstellation.

  • Antworten

    andere moeglichkeit wäre matchmakern
    leuten die fotos + infos zu leerstehenden wohnungen uploaden das geld zu geben
    also sozusagen minimakler

    eigentlicher deal geht zw plattform und mieter => sie provision
    vielleicht braucht so nur die plattform die lizens

    lg

  • 13 bobschi
    Antworten

    Also, zu sagen, dass das System funktioniert wenn 1/3 der Betroffenen durch die Finger schaut kann bestenfalls als mutig bezeichnet werden.

  • Antworten

    Hallo, dieser Beitrag spricht einem zu 100 % aus der Seele. Bei uns in Hannover (Deutschland) ist das ähnlich. Mit unserer Agentur (meine Frau und ich) suchten wir bis vor 14 Tagen eine Wohnungs/Büro-Mischung und Räumlichkeiten mit 120 -160 qm. Büro und Wohnung sollen sich klar trennen lassen.

    Um an etwas ordentliches zu kommen muss man etwa 1000 – 1500 Euro Miete kalkulieren, auch für eine Stadt wie Hannover, denn hier gibt es in attraktiven Gegenden einen akuten Mangel. Denn Hannover hat sich entwickelt und wird nicht länger als langweilige Stadt abgetan …

    Wir haben 5 Monate gesucht und hatten verdammt viel Glück. Das Gros der Makler tut wirklich fast gar nichts. Bei uns hatte der Makler aber letztendlich dann doch noch eine vermittelnde Rolle.

    Das Problem liegt meiner Meinung nach so: Der W-Markt hat sich durch das WWW extrem verändert und die Makler müssen heute weniger Zeit und Aufwand investieren da sie einfach wie jeder User oder Vermieter das Objekt in ein Portal einstellen. Früher war es sicher wesentlicher aufwändiger Kunden zu gewinnen. Hier ist der Gesetzgeber gefragt, der das Vermittlungsgesetz an aktuelle Gegebenheiten anpassen sollte.

  • 15 Jan
    Antworten

    Ich bin Makler und möchte sagen das der Verfasser des Leserbriefes die Maklerarbeit und vorallem die damit verbunden Kosten scheinbar etwas unterschätzt. Zugegeben, bevor ich Makler wurde habe ich mir das etwas anders vorgestellt. Aber der Vertrieb von Immobilien ist sehr zeitaufwendig und die erforderlichen Kosten für die notwendige Werbung (Inserate, Onlineportale usw.) sind deftig. Dazu kommen die Kosten einer notwendigen Infrastruktur (Büro, Kommunikation, KFZ).

    Natürlich sieht es für den Kunden aus, als kassiere der Makler mal eben die Kohle ab für 20 Minuten einer Besichtigung. Im Falle einer Vermietung gabs aber schon viele Besichtigung vorher, die Wohnung / Gewerbefläche wurde aufgenommen, Exposes erstellt, Anzeigen geschaltet usw..

    In Deutschland sind die Provisionen zumindest bei Wohnimmobilien auf 2,38 Montskaltmieten beschränkt.

    Natürlich trägt in der Regel die Kosten der neue Mieter. Viele Alternativen zu dieser Art der Bezahlung gibts nicht.

    Wenn Sie den richtigen Makler finden, bekommen Sie den richtigen Service und auch so ziemlich das, was Sie suchen. Wichtig ist, das Sie dem Makler vorher mitteilen, auf was Sie wert legen.

  • Antworten

    Amüsanter Frustbericht ! :-)

    @ Bei unseren Web-Dienstleistungen wären das netto ca. 70 Stunden reine Dienstleistung.

    So viel möcht ich mal verdienen! :-)

    € 70 ./. 10 Besichtigungen mit bis auf die Schuhgröße des Enkelkindes dritten Grades der Schwester des Vermieters durch uns BESTENS vorinformierten, videogechoachten, Google-Street-, House-, Dach-, Keller- und Teekücheninnraumvolumen-View beglückten Kunden der “Ach-das-hab-ich-mir-doch-ganz-anders-vorgestellt!”-Art = € 7,- ./. 3 Twitter und SMS terminerinnerte “Schuldigung-hab-ich-ganz-vergessen!”-No-Shows = € 2.33 ./. 2 “Ja-könnte-was-sein-ich-sag-morgen-ganz-bestimmt-zu!”-Interessenten , nie wieder auftauchend = € 1,16 . Noch was vergessen? Sicher ! Aber heut ist Sonntag. Da sind wir großzügig. : -)

    Und überhaupt : € 70 Stundenlohn für Web-Dienstleistungen….? Wofür das denn? Das bekommt man doch umsonst! Zum Beispiel bei sowas wie ‘Jimdo’ , oder so …… :-)))

    In diesem Sinne einen schönen Sonntag aus Hamburg wünschend!

  • Antworten

    @Ralf Cabel

    Wie schon im Blogbeitrag beschrieben, es gibt in unserem Genre auch unendliche Termine, Workshops, neue Sreendesigns, Flüge, wo wir keinen Cent dabei sehen. Dies kann ich dem armen Kunden doch nicht anrechnen.

    Jaja, es gibt viel umsonst. 10 Minuten von uns gibts eine leere Fabrikshalle zum Beispiel..

    Seit 20 Jahren habe ich schon mit Immobilien-Sucherei zu tun und hatte dabei noch nie eine anständige Serviceleistung eines Immo-Maklers gesehen, sorry. Aber vielleicht können Sie mir näher erklären wofür ich so viel Geld bezahlen sollte?

  • Antworten

    Na ja, Herr Liechtenecker, irgendwo in Ihre Kalkulation fließt dann auch der ganze Kokolores mit ein, für den Sie erst einmal akkern, ohne eine Cent zu bekommen. Und Irgendwer muß es dann, im Rahmen der Kalkulation , mit bezahlen.

    Ich weiß nicht, gibt es bei Ihnen eine Honorarordnung oder Tabelle? Sicher. Das ist gut. Das macht es einfach. Die “weisen” sie vor und sagen “Dass ist mein Preis. Das bekomme ich von Dir, lieber Kunde.” Was zahlt der Kunde damit ? Er zahlt Ihre aktuelle Dienstleistung, für das Vorhalten von Wissen, für Ihr abgeschlossenes Studium, dass Ihrer Mitarbeiter, für die schönen Agenturmöbel und und und.

    Bei uns ist es nicht anders., nur das Sie als Kunde, anders als bei Ihrem System, final die Gesamtrechnung erhalten. Ich weiß, das ist viel und es schmerzt, aber, irgendwas is’ ja immer.

    > Anständige Serviceleistung: Mich wundert immer wieder, dass Kunden SO wenig verlangen! Warum fragen Kunden nicht einmal nach Mehrwert und Zusatznutzen? Warum werden die Kauf- oder Mietkonditionen kaum wirklich hinterfragt und verhandelt. Es wird immer nur über den Preis gesprochen. Preis ist aber nur EIN Faktor innerhalb der Konditionen.

  • 19 Jan
    Antworten

    Hallo Herr Lichtenecker,

    ich frage mich, welche Serviceleistungen Sie denn erwarten? Und was suchen Sie denn über 20 Jahre?

    Und am Ende ist es jedem selber überlassen sich eine Immobilie anstatt vom Makler eben “von privat” zu mieten und sich die Provision zu sparen.

    Vermutlich werden Sie aber schon bemerkt haben, das es aber einen qualitativen Unterschied zwischen einem Maklerangebot und einem Angebot von privat gibt. Zugegeben, es gibt Makler die sparen bei der Ausarbeitung und Angebote von Privatleuten, die durchaus auf Niveau einer guten Maklerarbeit sind. Dies sollten jedoch beides die Ausnahmen sein.

  • Antworten

    Ich suche nicht seit 20 Jahren, habe aber seit diesem Zeitraum mit Immobiliensuche zu tun.

    Leider bin ich immer an die falschen Makler geraten, denn bisher wurden mir nie passende Immobilien proaktiv angeboten, ich hatte lediglich den berühmten Türaufsperrer, nachdem ich mir selber meine Immobilien zusammengesucht habe.

    In unserem aktuellen Bürofall habe ich auch viele Maklerbüros angeschrieben und hatte vom Großteil nie eine Antwort oder einen Rückruf bekommen. (Wahrscheinlich habens die nicht notwendig)

    Es kränkelt sehr im System, denn ich finde einen fixen Betrag sehr eigenartig (3 Monatsmieten). Wenn der Makler so wie wir nach tatsächlicher Leistung in Stunden bezahlt würde, wäre der Output zu 100% ein anderer.

  • Antworten

    Hallo Herr Liechtenecker, wenn Sie uns als “Suchmakler” beauftragen für Sie eine neue Bleibe zu finden, rechnen wir das mit Ihrer Firma nach einem vorher vereinbarten Honorarsatz auf der Basis des tatsächlich entstehenden (Zeit)Aufwandes ab. Dabei kommen wir dann im Schnitt allemal weit über den Pauschalbetrag von zwei bzw. drei Monatsmieten hinaus.

    Ich denke mir das generelle Missverständnis über unsere Dienstleistung resultiert daraus, dass unsere Branche es nie gelernt, den Aufwand den es bedarf das “Entergebnis” herzustellen , sinnvoll zu kommunizieren. Kommuniziert wir immer nur der Preis.

  • Antworten

    Herr Cabel, zurück zum Start: Wenn ich Sie also nicht zur Suche beauftrage, dann wurde folgendes von Ihnen gemacht: Inserat auf Immobilienplattformen aufgegeben, Termine mit Interessenten, Mietvertragstermin. Hierbei glaub ich Ihnen nicht, dass dies wie im Example € 5000 kosten kann.

  • Antworten

    Dienstleistung?

    Ich dachte immer, die 3MM Maklerprovision wären quasi die Bestechung, damit man die Wohnung bekommt, der saure Apfel, in den man beißen muss, die Fratze des Kapitalismus.

    Ich war ja schon dankbar, dass die Maklerin, der wir unsere Wohnung abgekauft haben, ein angenehmer Mensch war, denn oft sind die menschlichen Begegnungen ja auch sehr ernüchternd im Maklerbusiness.

  • Antworten

    Wie ‘startend’ bereits gesagt: Köstlich !

    Herr Liechtenecker, woher kommen denn die Angebote die ich am Ende inseriere….. ? Die wachsen ja nicht bei mir im Blumenkasten ;-)

  • Antworten

    Herr Cabel, sie fahren durch die Gegend und suchen tolle Immobilien?

    Ich kenne einen Zinshausbesitzer, es läuft so: Mail an Maklerbüro mit Daten, Makler “Copy – Paste” auf die Immobilienplattform. Beim 1. Termin werden noch ein paar Fotos geschossen (extra hinfahren, no way).

    Hatte auch schon mit Maklern zu tun, die das 1. Mal selber in der Immobilie waren und sich mal umsehen mussten.

  • 26 a_kep
    Antworten

    Ich finde ja sehr amüsant und dreist wie hier zwei Makler versuchen ihre Dienstleistungen zu rechtfertigen, ohne ein einzig brauchbares Argument zu liefern.

    Denn eigetnlich ist der Besitzer der Wohnung derjenige, der den Makler beauftrag sie für ihn an einen Mieter (Kunden) zu vermitteln. Somit ist auch der Besitzer der Auftraggeber und eigentlich der Einzige eine eine Leistung bestellt hat und diese somit bezahlen sollte.
    Der (zukünftige?) Mieter hingengen ist der Kunde der sich frei am Markt bewegt, Angebote abwägt, eben meist selbt im Interent recherchiert. Der Makler tritt ihm gegenüber als Verkäufer auf und versucht sein bestes.

    Also liebe Makler, wenn ihre Leistungen so unverzichtbar sind und ihre Preise gerechtfertigt, dann zeigen sie mir doch bitte die Branche in der der Käufer an den Verkäufer Provisionen zahlen muss damit er die Ware kaufen darf.

    Noch dreister find ich ja, wenn ich mir Wohnung direkt vom Vormieter ansehe, der aus selbst die Anzeige online gestellt hat, und dann aber trotzdem von vermieter ein Makler zwischengeschaltet wurde der aber in diesem Fall wirklich GARKEINE Leistung erbringt aber von mir bezahlt werden will.. Wozu denn?

  • Antworten

    :-) Ja, sehen Sie , Herr Liechtenecker, so hat jeder mit den Vorurteilen über seine Branche zu kämpfen.

    Wir meinen ja auch, dass die “Homepagebastler”, Künsterler allesamt , morgens gegen 14:10 h nur kurz in ihre Wohnküche torkeln , während des Kaffekochens einmal gegen den Rechner treten damit der ‘Windoof-Homepagebaukasten’ anspringt, danach auf dem Weg zum örtliche Freibad flugs am Briefkasten stoppen um ihre Rechnung an uns einzuwerfen und ansonsten den Rest des Tages die regionale Gastronomieszene subventionieren.

    Ich geben Ihnen aber durchaus recht , was das Ärgernis über die schlecht vorbereiteten Objektpräsentationen betrifft. Das kenn ich aus eigener Erfahrung. Ärgerlich, wie gesagt und reiner Zeitdiebstahl.

  • Antworten

    @Ralf Cabel: Psychologen würden dies vermutlich ehr als Neidbrief bezeichnen.
    Was den Aufwand betrifft, so hängt dieser sich vom Objekt und der Gegend ab.
    Meine Erfahrung: Unsere neue Wohnung war über ein hierzu Lande sehr bekanntes Portal ca. 4 Tage online. Durch Makler erbracht wurden 2 oder 3 Besichtigungen (auch für weitere Kunden), Ausarbeitung eines Mietvertrages, Treffen. Dieser Aufwand wurde mit knapp 2600 Euro berechnet. Das wären bei einem Stundensatz von 76 Euro (nach dem Vergütungstarif des AGD) ca. 34 Agenturstunden. In der Realität bedeutet das eine Ganze Woche Arbeit (bei einem 10-Stundentag), die wir als Agentur mit 34 Agenturstunden berechnen würden.
    Ich hege große Zweifel dass der entsprechende Makler soviel Aufwand betreiben musste um das Objekt an uns zu vermitteln. Bei unser 1. Besichtigung zusammen mit dem Vermieter, wusste der Makler nicht sehr viel über das Objekt, sämtliche Baumaßnahmen etc. wurden durch den Vermieter erörtert. … Hausaufgaben also nicht gemacht… Dies war leider kein Einzelfall. Bei einem anderem Objekt wusste ein weiterer (renommierter) Makler nicht einmal wie das Objekt „entkernt“ werden sollte und wo ungefähr neue Wände, etc. errichtet werden sollten…. Hausaufgaben also nicht gemacht… statt dessen wollte man uns ein anderes Objekt aufschwatzen. Zitat “dieses Objekt ist doch viel zu klein für Sie“… „ich habe da etwas viel besseres, das wird Ihnen auf jeden Fall gefallen, vor allem das Bad“… Was dem Kunden gefällt und was nicht, entscheidet er immer noch selbst. Das ist eine Akquise-Grundlage!… also Hausaufgaben wieder nicht gemacht…. So eine Art und weise können wir uns als Agentur nicht erlauben.

    Leider ist es so dass produktive und wertschöpfende Tätigkeiten in unserer Gesellschaft nicht ausreichend honoriert werden und das organisatorische oder kaufmännische oftmals viel zu hoch honoriert werden. Aber, wir leben einem freien, markwirtschaftlichen System, da steht es jedem Frei Makler zu werden.

  • Antworten

    das aktuelle makler system stammt aus zeiten als vernetzung von verkäufer und käufer nicht ohne kosten und berufliches netzwerk möglich war

    die rolle des matchmakers ist heutzutage hinfällig
    das ist nicht respektlos gemeint sondern für mich einfach eine tatsache
    auch immobilienseiten wie wir sie heute haben sind ineffizient

    deswegen wird sich das maklerwesen in den nächsten 5 jahren stark ändern sofern es nicht durch den staat künstlich erhalten wird

    alles andere zu glauben ist imho eine illusion

    ich als makler würde das system nicht rechtfertigen sondern ueberlegen wie ich ein neues system schaffen kann

  • Antworten

    Meine Erfahrungen (als Verkäufer) waren bislang völlig anders. Als derjenige, der einem potentiellen Makler die Vermittlung der eigenen Wohnung für einige Zeit exklusiv überlässt, ist man aber naturgemäß auch in einer besseren Verhandlungsposition. So kann man bspw. die eigene Provision stark reduzieren. Der Makler – und das wird eben häufig vergessen – wird zunächst vom Verkäufer/-mieter beauftragt, und vertritt – auch wenn es immer wieder abgestritten wird – primär dessen Interessen.

  • Antworten

    @Andreas Klinger: dem stimme ich 100 % zu. Zitat: “das aktuelle makler system stammt aus zeiten als vernetzung von verkäufer und käufer nicht ohne kosten und berufliches netzwerk möglich war … die rolle des matchmakers ist heutzutage hinfällig das ist nicht respektlos gemeint sondern für mich einfach eine tatsache”……

  • Antworten

    > die rolle des matchmakers ist heutzutage hinfällig

    das reduziert die Betrachtung wieder nur auf den allerletzten Teil der ganzen Sache…

  • Antworten

    Es ist weder sinnig, auf die Immobilienmakler hinzuschlagen noch sie zu verdammen, als böse, böse geldfressende Monster…. allerdings verlange auch ich eines: Daß die Maklerbranche im Österreich endlich kapiert, daß sie zusammenarbeiten sollten….Denn die Vorstellung, man geht zu einem Makler/Maklerin sagt genau seine Wünsche und der/die checkt den ganzen Markt und nimmt ggfs auch Kontakt zu anderen Büros auf, wird leider seltener erfüllt….
    ich kenne Gottseidank ein paar, die sich wirklich den Hintern aufreissen für Ihre Kundschaft. Was leider denen manchmal auch nicht hilft, wenn nämlich der andere Kollege Makler sich weigert, “seine” Immobilie herzugeben und die Provision zu teilen. DAS ist was ich verurteile…Die Höhe der Provision ist System … was verändert gehörte, bin ich auch dafür. Aber gute MaklerInnen (wie gesagt, jene mit denen ich kooperire ) sind auch jene, die viel Zusatznutzen dem Kunden bringen – ob Käufer oder Verköufer , ob Mieter oder Vermieter….Wer mein Netzwerk anknabbern möchte…gerne !! ;-))

  • Antworten

    Herr Cabel, wussten Sie, dass es bei uns soetwas wie Projektmanagement gibt , Zeitaufzeichnung über die bisher geleisteten Tätigkeiten. Da kann sogar der Kunde Einsicht nehmen.

    Jederzeit zahle ich gerne für dementsprechenden Output, aber diese schleierhaften Pauschalen (3 Monatsmieten) sind ein Graus.

    Es gibt hier viele Kommentare bereits, aber kein einziges wo jetzt genau drinnen steht was der Makler für den Kunden im Detail leistet. Leider reduziert es sich auf das Inserieren im Immobilienportal und das nachherige Treffen mit dem Interessenten. Das sind keine 3 Monatsmieten wert, oder hab ich etwas vergessen?

  • 35 bobschi
    Antworten

    Hach, die Diskussion ist so leidig wie sie alt ist.

    Im Endeffekt sieht die Situation aus: Der Vermieter möchte einen Filter, der ihm die lästige Kommunikation mit den potentiellen Mietern abnimmt, ein bisserl Werbung für das Objekt macht und die ersten Besichtigungen mit den potentiellen Mietern vornimmt. Zahlen lässt er sich diesen Service von den Mietern.

    Hätte ich Wohnungen zu vermieten, würde ich den Maklerservice sicher auch als etwas positives ansehen … ^^

    (Bitte korrigiert mich, aber soweit ich weiß, zahlt ja der Vermieter _nichts_ für die Leistungen des Maklers. Der Makler ist quasi Vermittler und erhält bei Erfolg – Verkauf, Vermietung – eine Provision. Korrekt?)

  • 36 bobschi
    Antworten

    Genau meine Überlegung, Herr Vessley.

    Genau das ist das leidige Thema: Der größte Mehrwert der Maklertätigkeit entsteht für den Vermieter, zahlen muss es der Mieter (kann man auch durch Käufer ersetzen)

    Das in dieser Situation Wohnungskäufer und -mieter etwas schlechter auf die advocati daboli zu sprechen sind, ist schon verständlich, oder?

    Könnten Sie mir sagen, wie viel ich als Vermieter/Verkäufer für den Makler zahle? Ich war ja noch nie in der Situation eine Wohnung oder ein Haus verkaufen oder vermieten zu wollen …

  • Antworten

    Ergänzend ein passender Artikel:

    “Um Provision zu kassieren, müssen Makler oft nicht viel leisten. Ein Telefonat kann reichen, um vierstellige Summen zu verdienen. Wohnungssuchende sollten ihre Rechte kennen.” http://www.focus.de/immobilien/mieten/tid-18006/immobilienmakler-das-geschaeft-mit-der-verzweiflung_aid_501213.html

    Es ist schon spannend wie Makler irgendwelche Ausreden suchen um hier die viel zu hohen Preise zu rechtfertigen. Das mit anderen Interessenten ein paar Termine umsonst waren, kann nicht der wirklliche Grund dafür sein.

  • 38 max
    Antworten

    Solange es für Makler reicht mit dem vermieten von 1-2 Wohnungen im Monat und der damit kassierten Provision von 5-6000 Euro genug verdient zu haben müssen sie sich einfach nicht anstrengen, da können die Makler noch soviel jammern, ich glaube es einfach nicht und habe auch schon genug Erfahrung mit Maklern und bis jetzt nur negative.

    Als Beispiel sei nur ein Freund von mir genannt, der um 500.000 Euro bar auf die Hand eine Wohnung suchte und nach einer Besichtigung die Maklerin eines der größten Immobilienbüros in Wien gefragt hat, ob es denn möglich wäre, dass das Immobilienbüro ihn informiert wenn sie neue Wohnungen haben. Antwort der Maklerin: “Na, suchen müssen sie schon selber!”.

    Weniger Provision wird sicherlich den Konkurrenzdruck erhöhen und hoffentlich die Dienstleistung verbessern. Ich habe schon in anderen Ländern Wohnungen gesucht (und gefunden) und nirgendwo war das Service so schlecht wie in Österreich, dafür war die Provision mit großem Abstand in Österreich am höchsten.

    natürlich könnte im Immobilienbereich auch eine Zweinullisierung passieren, d.h. die “Zwischenhändler” (=Makler) werden so wie die Musikindustrie oder die Verlage massiv an Einfluss (und Gewinn) verlieren.

  • Antworten

    Hallo zusammen,

    jetzt wollte ich, als böser Makler ;), auch mal meinen Beitrag dazu geben.

    Ihre Standpunkte kann ich alle nachemfpinden. Wie in jeder Branche gibt es gute und schlechte. Leider ist der Beruf des Immobilienmaklers, zumindest in Deutschland, kein geschützter Beruf und so kann jeder als Makler tätig werden. Hier liegt oft das Problem. Viele Makler sind nicht richtig ausgebildet. Sie kennen Ihren Markt nicht und vorallem die gesetzlichen Grundlagen sind vielen fremd.

    Vielleicht wäre ja eine Bewertungsportal für Immobilienmakler eine Möglichkeit die “Spreu vom Weizen” zu trennen. Somit können Kunden eines jeden Makler seine Leistung bewerten. Ähnlich wie bei HolidayCheck oder Qype. Habe mal angefangen ein solches Projekt zu realisieren. Jedoch fehlt mir leider die Zeit es vollständig umzusetzen. Zurzeit läuft es nur zu Testzwecken auf http://www.immovotis.de.

    Bezüglich der Provisionen gab es sogar ein Pilotprojekt von http://www.imakler.de. Hier wird eine feste Provision, unabhängig vom Kaufpreis/Mietpreis, von einem der Vertragspartner zur Zahlung fällig. Jedoch ist die Lobby der Immobilienmakler so groß, dass sich dieses Konzept nicht richtig durchgesetzt hat. Aber es wäre Weg in die richtige Richtung.

    Viele Grüße aus München
    Andreas Heinrichs

    PS: irgendwo ist die Frage aufgetaucht, ob bei einer Vermietung der Makler zweimal abkassiert. Dies ist in Gegenden wie München leider oft der Fall. Hier kassieren die Makler zweimal die volle Provision.

  • Antworten

    Sehr geehrter Hr. Lichtenecker,

    Sie haben Recht. Es gibt sehr viele Makler, und wo sich viele tummeln, dort gibt es auch schwarze Schafe.
    Darf ich Sie fragen, warum Sie sich mehr die Mühe machen, unterschiedliche Objekte aus dem Internet und Printmedien herauszusuchen und auf unterschiedlichste Makler zu treffen, anstelle sich einen ‘guten’ und vertrauenswürdigen Makler zu angeln, der die Suche für Sie übernimmt? Der etwas längere Erstkontakt, um den exakten Suchwunsch zu definieren, sollte jedenfalls in einem günstigen Missverhältnis zu den überzähligen Besichtigungsterminen stehen. Außerdem spricht Ihr Makler mit dem Abgeber-Makler über Ihr Wunschobjekt anders, da er Ihrem Makler die Immobilien mit ‘süssen’ Worten nicht leicht schmackhaft machen wird können.

    Und zum Thema ‘Qualität’: Ich bin seit längerem auf der Suche, den Preis für ein Online-Tool zu bekommen (also nicht auf Nachkommastellen, sondern in welchem 1.000er-Bereich ich mich befinde). Auch ich habe mehrere Web-Programmierer (Unternehmen) angeschrieben. Ich wäre froh gewesen, Ihre angesprochenen 30% Rücklaufrate zu erreichen. Rücklaufrate: 0 (in Worten ‘Null’). Und ich habe die Unternehmen einzeln angeschrieben, nicht mittels Massenmail.

    Ich hoffe für Sie, dass Ihre Suche das bestmögliche Ergebnis liefern wird und freue mich, falls Sie einmal auf einen ‘angenehmen’ Makler treffen, auch diese Seite unserer Branche zu erwähnen.

  • Antworten

    Das schein mir doch eine für beide Seiten klare Lösung zu sein, oder?

  • Antworten

    Nicht erst seit dieser Gesetzesnovelle finde ich den Eingriff des Staates und die stetige Entmündigung des Bürgers für aüsserst bedenklich!
    Ein guter Makler wird seine Leistung auch verkaufen können und ein schlechter Makler wird Abzüge wegen schlechter Beratung in Kauf nehmen müssen. Warum muss das der Staat für uns regeln?

    Warum wird Webdesign nicht reglementiert?
    Warum kostet das Schnitzel in der Innenstadt das x-fache als beim Wirten ums Eck – eigentlich unfair gegenüber dem unmündigen Bürger!

    Mir ist schon klar, dass gerade Grundbedürfnisse in einem sozialen Staat abgedeckt werden sollte. Aber warum wird ein gut Betuchter, der eine Villa in Döbling mieten möchte, jetzt begünstigt?
    Ganz im Gegenteil: oftmals werden gerade sozial schwachen Menschen der Zugang zu günstigen Wohnungen verwehrt (nicht vom Makler!).

    Witziges Detail am Rande: Als Makler ‘darf’ man von der Nettomiete/Netto-BK die Provision berechnen, der Staat vergebührt die Mietverträge vom Bruttobetrag, quasi eine Steuer von der Steuer. Dagegen hat niemand etwas? Was ist eigentlich die Dienstleistung des Staates für diese Steuer?

  • 44 bobschi
    Antworten

    Ihre Probleme hätte ich gerne. Ein sinnvoller Eingriff des Staates.

  • 45 nik
    Antworten

    Ein cleverer Makler hätte den Liechteneckers jetzt noch schnell ein „unmoralisches Angebot“ gemacht :) 2 Tage habt Ihr noch..

  • Antworten

    Ich glaube nicht das Makler so schnell an Bedeutung verlieren. Makler haben schon einen Sinn, wenn Sie als „richtiger Vermittler“ bzw. Diplomat auftreten. Diese Ganze Maklerbranche ist aber schon etwas merkwürdig. Als Industrieunternehmen beauftrage ich einen Vertriebler oder Vermittler wenn ich neue Aufträge an Land holen möchte und muss diese Leute auch selbst bezahlen, sei es als Angestellter oder Freiberufler. Der Staat ist hier gefragt, er müsste das Ganze liberalisieren und diesen „Satz“ abschaffen. Die Kosten für die Vermittlung könnten dann auf den Vermieter und Mieter aufgesplittet werden. Dadurch würde man einen echten Wettbewerb schaffen, da sicher Vermieter „rentable“ Makler suchen würden.
    Der Staat kann daran aber kein Interesse haben, da vor allem zahlungskräftige Personen auf Makler zurückgreifen. Dadurch wird wiederum ein recht „steuerträchtiger“ Wirtschaftzweig geschaffen, da man Maklergebühren als Privatperson nur Teilweise (als abziehbare Werbungskosten lt. EStG) von der Steuer absetzen kann.

  • Antworten

    Ein kleines Update:

    Hab jetzt einen Makler kennengelernt, der eher meinen Vorstellung einer richtigen Dienstleistung entspricht. Hier habe ich eher das Gefühl, dass dieser nicht nur der verlängerte Arm des Vermieters ist, sondern auch meine Interessen vertritt. Ist auch ein jüngerer Vertreter, vielleicht kommt ja eine neue Generation von Immo-Maklern nach.

  • 48 uschi
    Antworten

    Warum sucht ihr euch die Objekte privat?
    Keiner wird genötigt zum Makler zu gehen,oder?
    Die Zeit die Ihr mit den sinnlosen Beiträgen vergeudet habt, hättet Ihr zum Suchen von Objekten nutzen können

  • 49 Iwona
    Antworten

    Hallo. Ich hab den Beitrag erst jetzt gelesen, muss Dir aber vollkommen recht geben. Ich bin grad auf Wohnungssuche und finde das alles eine mega Frechheit, wie die Makler so drauf sind.

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Warum Webdesign nicht 700€ kostet

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