Corporate Twitter Misere @allianz24at

Montag, 30.03.2009, 17 Kommentare

Erfolgreiche Social Media Marketing-Beispiele im deutschsprachigen Raum können derzeit noch an einer Hand abgezählt werden. Dies hat natürlich auch seinen Grund. Es ist nämlich schwierig darin Fuß zufassen, obwohl die User-Akzeptanz sehr hoch ist. Social Media Marketing bringt nämlich nur dann geschäftlichen Nutzen, wenn der oder die Werbenden mit der darin üblichen Ethik und Moral agieren und die "sich gehörenden" Handlungsweisen verstanden haben. Ein negatives Beispiel wurde uns vor kurzem in Twitter mit der Allianz24 vor Augen gehalten.

Update#

Update

Die @allianz24at hat die Vorschläge aufgenommen und baut seit kurzem den Dialog auf und stellt sogar Fragen an die User: was haltet ihr von unseren angeboten? gebt uns feedback! Außerdem wird brav zurück geantwortet : @alexanderceh vielen dank – auch wir lernen dazu.

Somit sind die 1. Schritte getan das Ruder umzureißen und das Potential könnte in Folge richtig genutzt werden. Was mir noch aufgefallen ist, daß die Follower von @allianz24at hauptsächlich US- oder Spam Accounts sind. Das liegt sicher daran, daß das ursprüngliche Ziel Trafficgenerierung auf der Webseite war ist.

Nur Werbebotschaften

Von welcher Agentur auch immer wurde erstmal mit einer Werbebotschaft losgezwitschert. Der nächste Schritt war dann einfach wild drauf los "followen". Als dieses To-do abgehakt war, folgten auschließlich weitere gezwitscherte Werbeaussagen, teilweise total deplaziert und unpassend. Das find ich sehr schade, denn mir sind anfänglich sogar solche Tweets aufgefallen wie "Wow, die Allianz twittert..", was bedeutet daß die anfängliche Akzeptanz sehr groß gewesen wäre. Ja die User sind sogar noch sehr interessiert an einem Corporate Twitter Exempel, die Gunst zur Stunde wurde leider nicht passend genützt. Da der @allianz24at Twitter-Account mit Anderen überhaupt keinen Dialog aufgebaut oder gepflegt hat, ging der Schuss sehr bald nach hinten los. Es folgten sehr viele Spam- und Negativmeldungen, hier ein paar Beispiele:

Twitters

Twitters

Twitters

 

Die Kluft zwischen Auftraggeber und Agentur

Da mich dieses Thema nicht in Ruhe gelassen hat, habe ich den Kontakt zum Marketingverantwortlichen der Allianz aufgebaut. Nach einem kurzen Telefonat hat sich herausgestellt, daß hier offensichtlich seitens Agentur nicht ordentlich beraten wurde, denn verschiedene Medien wollen derzeit einfach nur "ausprobiert" werden und er wusste nichts von dem Twitter-Lapsus. Ich habe dem Allianz-Kontakt darüber informiert und ihm ein paar Beispiele der deutlich negativen Resonanz geschickt und auch gleich ganz auf Crowdsourcing (leider ohne Geld ;) meinen pragmatischen Lösungsvorschlag dazu geliefert, wie man den Spieß vielleicht noch umdrehen könnte:

Ich bin sehr auf die Reaktion gespannt und hoffe, daß hier diese Chance einer noch kostenlosen Beratung aufgegriffen wird. Ich halte euch natürlich mit diesem Blogbeitrag auf dem Laufenden.

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Blogbeitrag geschrieben von
Juergen Liechtenecker

Geschäftsführer bei der Agentur Liechtenecker

Sonst:
Koch auf goldschwarz.at, Design im Blut, spielt gerne und liebt seinen Job!

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