Die kleine Zeitung schreibt, dass die nette Zweithauptstadt Kärntens Villach vor kurzem mit einem barrierefreien Onlineauftritt live gegangen sein soll. Neugierig wie ich bin hab ich die Webseite gleich mal unter die Lupe genommen und bin um es kurz und deutlich zusagen erschrocken.
Frameset
Tabellenlayout
Navigation mit Bildern
Bilder großteils ohne ALT_ Texte
Keine Accesskeys
Sehr viel invalider Code
Es tut mir Leid liebes Villach aber so funktioniert das nicht. Ich verstehe nicht welche Agentur oder Webdesigner ihr hier an der Angel habt aber das ist wirklich sehr weit daneben. Nehmt euch ein Beispiel an der wien.at, die haben hier wirklich gute Leute an der Hand. Vielleicht ginge doch auch mal das eine oder andere Synergieprojekt?
Neja, aus der Ferne betrachtet finde ich den Auftritt der Kärtner doch nicht soo schlimm. Klar weist der W3C-Check für die Startseite 3 Fehler aus, während Wien grün ist. Aber dafür kann man in Villach die Schriftgröße ändern, was in der Hauptstadt nicht geht. Auch der SEO-Browser (http://www.seo-browser.com) zeigt für Villach nur ein fehlendes Alt-Tag bei Bildern an – sogar die unsichtbaren Platzhalter haben ein Alt-Tag… Was ich allerdings im Villacher Impressum sehr verwunderlich finde: “Die Internetpräsentation der Stadt Villach ist für den Internet Explorer 5.0 oder höher und Netscape 5.0 oder höher optimiert.”
Netscape ist so gut wie ausgestorben, aber vom Liebling aller Internet-Profis, dem Firefox, ist keine Rede. Lei Lei?
Die Seite wurde mit Dreamweaver oder Fireworks erstellt, also mit einem WYSIWYG-Editor und hat von der Umsetzung her mit Barrierefreiheit wirklich gar nichts zu tun. Die Trennung von Content und Layout findet überhaupt nicht statt und ist somit bei Änderungen im Content oder Layout für villach.at, mit wesentlich mehr Zeit- und Kostenaufwand verbunden.
Ein Screenreader würde bei der Seite ganz schön viel vorlesen müssen, da innerhalb des Tabellenlayouts auch InlineStyles im Browsersource enthalten sind.
Eine Seite nur für bestimmte Browser zu optimieren, ist wirklich sehr Oldschool.
Der Umgang mit diesem Thema kann manchmal auch ganz lustig sein: Die Grünen Oberschützen haben einen Geheimtipp ausgegraben, man glaubt es kaum: Wirklich? Man kann mit STRG + die Seite vergrössern? ;) Funktioniert ja tadellos… Meine lieben Grünen, so schwer ist es nicht. Auch kein Mythos.
Die Kleine Zeitung hat einen Artikel über die barrierefreien Gemeinden in Oberkärnten verfasst, mit dem Hinweis, was sich dadurch nicht alles verändert. Da kommen Sie aber früh darauf die Behörden, den ab Beginn 2008 sollte das gesetztlich eigentlich schon umgestellt sein. Und es wird natürlich nur aufgrund dieser Neuerung im E-Governmentgesetzes umgesetzt, nicht weil es [...]
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Neja, aus der Ferne betrachtet finde ich den Auftritt der Kärtner doch nicht soo schlimm. Klar weist der W3C-Check für die Startseite 3 Fehler aus, während Wien grün ist. Aber dafür kann man in Villach die Schriftgröße ändern, was in der Hauptstadt nicht geht.
Auch der SEO-Browser (http://www.seo-browser.com) zeigt für Villach nur ein fehlendes Alt-Tag bei Bildern an – sogar die unsichtbaren Platzhalter haben ein Alt-Tag…
Was ich allerdings im Villacher Impressum sehr verwunderlich finde: “Die Internetpräsentation der Stadt Villach ist für den Internet Explorer 5.0 oder höher und Netscape 5.0 oder höher optimiert.”
Netscape ist so gut wie ausgestorben, aber vom Liebling aller Internet-Profis, dem Firefox, ist keine Rede. Lei Lei?
Die Seite wurde mit Dreamweaver oder Fireworks erstellt, also mit einem WYSIWYG-Editor und hat von der Umsetzung her mit Barrierefreiheit wirklich gar nichts zu tun. Die Trennung von Content und Layout findet überhaupt nicht statt und ist somit bei Änderungen im Content oder Layout für villach.at, mit wesentlich mehr Zeit- und Kostenaufwand verbunden.
Ein Screenreader würde bei der Seite ganz schön viel vorlesen müssen, da innerhalb des Tabellenlayouts auch InlineStyles im Browsersource enthalten sind.
Eine Seite nur für bestimmte Browser zu optimieren, ist wirklich sehr Oldschool.